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20:28 11.11.2013
Moderator Reinhold Dose (l.) feiert mit den anderen Narren den neuen Stadtprinzen Marcel Callies. Quelle: Wolfgang Maxwitat

Mit einem dreifachen „Lübeck ahoi“ haben gestern rund 100 Narren um Punkt 11.11 Uhr im Audienzsaal des Rathauses den Beginn der neuen Karnevalssession gefeiert. Der bisherige Stadtprinz Peter Völker übergab das Zepter an seinen Nachfolger Marcel Callies, der nun in den kommenden Wochen als Marcel III. regieren wird.

Für den 67-Jährigen ist es nach 2010/11 und 2011/12 bereits die dritte Amtszeit. „Es ist leider immer sehr schwierig, einen Prinzen zu finden“, sagt Reinhold Dose, der die Inthronisierung moderierte.

„Im Rheinland ist es ganz anders. Da reißen sich die Leute um das Amt, und zahlen zum Teil sogar etwas dafür.“

Marcel Callies ist immer wieder gern Stadtprinz. „Wenn Horst Schimanski noch mal ermitteln kann, dann kann ich auch noch mal regieren“, sagt er und lacht. „Es macht einfach Spaß, lustig zu sein.“

Seit 40 Jahren ist der Lübecker Mitglied bei der Rangenberger Karnevalsgesellschaft. „Meine Frau hat mich damals für den Karneval begeistert“, sagt Callies. „Als wir uns kennenlernten, hatte ich damit überhaupt nichts am Hut.“

Seine Frau war es auch, die ihm sein neues Prinzengewand schneiderte. Zwei Monate lang hat sie, unterstützt von einer Schneiderin, daran gearbeitet. Für ein neues Regierungsjahr habe er auch ein neues Kostüm gebraucht, sagt Callies. Besonders stolz ist er auf den doppelköpfigen Adler von Lübeck, der groß auf seiner Brust prangt.

In den kommenden Monaten wird der neue Stadtprinz viele andere Karnevalsvereine in Schleswig-Holstein besuchen. Marcel Callies freut sich darauf, ist aber auch ein bisschen traurig. Denn zum ersten Mal muss er allein regieren — ohne Stadtprinzessin. Seine Frau lehnte eine dritte Amtszeit ab. „Als erste Komiteesprecherin habe ich schon genug zu tun“, sagt Dagmar Callies. „Deshalb habe ich meinem Mann gesagt, dass er gern wieder Prinz sein kann, aber dann muss er es allein machen.“

Auch einen Jugendstadtprinzen gibt es dieses Jahr nicht — ebenfalls aus Mangel an Interessenten. Dafür steht Marcel III. ein Adjutant zur Seite: Ralf Semmler wird den Stadtprinzen zu seinen Terminen begleiten.

Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer begrüßte die Narren im Rathaus. „Ich danke euch, dass ihr ein bisschen was von dem, was im Rheinland passiert, nach Lübeck holt“, sagte Schopenhauer. Sie wünschte sich, dass in Zukunft auch Schulklassen zur Eröffnung der Karnevalssession kommen. „Sie sollen sehen, was die Tanzmariechen leisten.“ Mädchen wie Jessica (11), Lea (10) und Aileen (12). Die drei wirbelten nach der Inthronisierung durch den Saal und begeisterten damit die anderen Narren.

jd

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