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Lübeck In St. Petri geht‘s voran
Lokales Lübeck In St. Petri geht‘s voran
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21:10 08.07.2015
Diplom-Restauratorin Sarah Hacker stabilisiert die Wandmalerei, die Ende der 1980er Jahre mit Seidenpapier bedeckt wurde. Quelle: Roeßler
Innenstadt

Das Geheimnis soll nicht gänzlich gelüftet werden. Diese Feststellung ist der Chefin der Kirchenbauabteilung des Kirchenkreises gleich zu Beginn des Rundgangs wichtig.

„Das Freilegen überlassen wir aus Kostengründen lieber der nächsten Generation. Uns geht es lediglich um die Notsicherung der Funde“, stellt die studierte Architektin fest.

Im Turmbereich von St. Petri wird jetzt nicht nur außen eifrig gearbeitet, sondern gut sichtbar auch von innen. Zentimeter für Zentimeter tasten sich die Diplom-Restauratorinnen Christiane Maier und Sarah Hacker vor. Denn auf einer geschätzten Fläche von 70 Quadratmetern im Südturmbereich gilt es, die Wandmalereien, die unter einer Papieroberfläche verborgen sind, fachgerecht zu schützen.

„Als wir uns vor zweieinhalb Jahren mit der Neugestaltung der Kassentresen-Situation beschäftigt haben, sind uns die Abblätterungen hier aufgefallen“, erinnert sich Kreuzer. Beim Wiederaufbau der Kulturkirche Ende der 1980er Jahre habe man die Wandkunst nur notdürftig gesichert, so dass nun dringender Handlungsbedarf bestehe. Welche sakralen Bilder dort allerdings auf Stein verewigt worden seien, könne bisher nur gemutmaßt werden. „Durch eine Spende der Rudolf-August Oetker Stiftung kann jetzt diese Sicherungsmaßnahme zeitgleich zur Außenmauerwerk-Sanierung erfolgen“, freut sich Kreuzer. Bis Mitte September soll die Detailarbeit abgeschlossen sein, Kosten rund 80 000 Euro.

Schon vier Wochen vorher kann nach Auskunft des federführenden Architekten Christoph Diebold der obere Teil der Außenverkleidung von St. Petri abgenommen werden. „Wir sind im Zeitplan, so dass wir die obersten sechs von insgesamt 25 Gerüstlagen am Turm zurückbauen können“, so Diebold. Das Team der Kirchenbauhütte habe den Winter durchgearbeitet und so diesen Fortschritt erzielen können.

Insgesamt sind für die Erhaltung der Altstadtkirche 2,8 Millionen Euro veranschlagt worden. „Und inzwischen sind auf dem Spendenkonto genau 1212927,93 Euro eingegangen“, bilanziert Lienhard Böhning, der Schirmherr der Aktion „Sieben Türme will ich sehen“. „Eine tolle Summe, aus der die Verbundenheit mit unseren Kirchen deutlich wird.“ mho

LN

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