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Lübeck Interkultureller Sommer geht in die zweite Saison
Lokales Lübeck Interkultureller Sommer geht in die zweite Saison
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21:13 20.05.2016

„Ich.du.lübeck.“ – so hieß im vergangenen Jahr die Premiere des interkulturellen Sommers, der mit Veranstaltungen aller Art spannende Einblicke in fremde Kulturen geben wollte. „Es war eine tolle Erfahrung“, sagt Kultursenatorin Kathrin Weiher, „dass Lübeck ganz weltoffen ist“. Dass die Bevölkerung die Flüchtlinge derart stark eingebunden habe, sei keine Einbahnstraße, denn: „Es ist ganz viel zurückgekommen.“

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Sie alle gestalten unter dem Motto „du.ich.lübeck.“ den interkulturellen Sommer. Christiane Wiebe (vorne, v.l.), Matthias Isecke-Vogelsang, Kathrin Weiher, Belén D. Amodia und Iris Klaßen zeigen das Logo.

Insofern war schnell klar: Auch 2016 wird es einen interkulturellen Sommer geben. „du.ich.lübeck“ heißt er dieses Mal, „wir wollten bewusst den Perspektivwechsel“, sagt VHS-Leiterin Christiane Wiebe, die gemeinsam mit Belén D. Amodia von der Bürgerakademie die Angebote koordiniert und in ein buntes, umfangreiches Programm gepackt hat. Dafür gab’s dickes Lob von Matthias Isecke-Vogelsang, Leiter der Gotthard-Kühl-Schule und Schirmherr neben Schirmherrin Weiher: „Das Programm lässt sich sehen, hören, schmecken und fühlen“, so der Leiter von Lübecks buntester Schule. Seine Erfahrung: „Wir profitieren voneinander, können von anderen Kulturen einiges lernen.“

Insgesamt 120 Veranstaltungen für Groß und Klein sind zwischen Anfang Juni und Ende Juli geplant – so ziemlich alle aus dem Vorjahr seien wieder dabei, dazu einige neue. „Der Perspektivwechsel“, sagt Belén D. Amodia, „spiegelt sich in vielen Veranstaltungen“. So seien mehr kostenfreie Aktionen dabei, an denen wirklich jeder teilhaben könne, etliche Veranstaltungen würden von Menschen mit Migrationshintergrund angeboten, „und für einige braucht man keine Sprachkenntnisse – wie Pflanzaktionen und Musik“. Zudem gebe es mehrsprachige Angebote. Es sei „fantastisch, zu spüren, mit welcher Energie und Kompetenz die Veranstalter bei der Sache sind“, sagt Christiane Wiebe.

Wieder dabei sind die Abende im Garten der Gemeinnützigen, genannt „Ländersalon“. Ob durch Erzählen oder Vorlesen: An jedem der neun Abende wird ein Land oder eine Region vorgestellt. Mit dabei sind auch einige Herkunftsländer der zugewanderten Mitbürger – wie zum Beispiel Irak, Äthiopien oder Togo. Im Anschluss an den jeweiligen Vortrag besteht Gelegenheit zur Diskussion.

Wie der interkulturelle Sommer überhaupt viele Gelegenheiten zum Austausch bietet, ganz gleich ob bei den Sonntagsdialogen im Cloudsters oder beim Café der Kulturen im Hafenschuppen C, wo ein Gastredner sein Land und seine Kultur vorstellt und dann für Fragen zur Verfügung steht. Was Schirmherr Isecke-Vogelsang generell klasse findet am interkulturellen Sommer. Er sei überzeugt, dass man während der zwei Monate „viele Fragen stellen kann – und auch viele Antworten bekommt.“ Das Programm enthält vom afrikanischen Trommeln über Kunstprojekte, zweisprachige Stadtführungen und Feste bis hin zu Radtouren und einer Modenschau für ziemlich jeden etwas. Auftakt ist am Sonntag, 29. Mai, um 12 Uhr auf der Falkenwiese, Abschluss am 31. Juli im Schulgarten.

Der Auftakt im Grünen und die ersten Veranstaltungen

Das Programmheft ist kostenlos an vielen Stellen in der Stadt erhältlich, zum Beispiel bei der Volkshochschule am Falkenplatz, im Haus der Wissenschaft, Breite Straße, in der Stadtbibliothek und in den Stadtteilbüros.

Der Auftakt am 29. Mai, 12 Uhr, auf der Falkenwiese ist zugleich der fünfte Geburtstag der Bürgerakademie. Zum Picknick (bitte Speisen und Getränke selbst mitbringen) wird der erst Anfang des Jahres gegründete interkulturelle Schulchor der Marienschule, „Die Marienis“, unter Leitung von Gajane Gotenova seinen ersten Auftritt haben. Der ADFC radelt von acht Standorten aus unter dem Motto „Velo for Welcome“ zur Falkenwiese, auf der neben Kinderspielen auch Lachyoga angeboten wird. Zwischen den Bäumen werden Wäscheleinen gespannt. Aussortierte Wäschestücke können hier gegen kleines Entgelt gekauft werden.

Das „Musikcafé international“ (Meesenring 2), in dem am 30. Mai von 18.30 bis 20 Uhr gemeinsam musiziert wird, ist der erste Termin nach der Auftaktveranstaltung. Am Dienstag, 31.

Mai, 19 Uhr, berichtet Frauke Borchers über Kopftücher in verschiedenen Kulturen. Ort: VHS, Hüxstraße 118-120, Eintritt sechs Euro, ermäßigt 4,50 Euro.

Sabine Risch

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