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Lübeck „Dieser Film ist anders als die anderen“
Lokales Lübeck „Dieser Film ist anders als die anderen“
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11:58 28.08.2018
Regisseur Detlev Buck (r.) und Schauspieler Samuel Schneider bei ihrem Besuch in Travemünde. Quelle: Max von Schwartz
Travemünde

Zum nunmehr vierten Mal war das Cinestar-Kino an die Ostsee gezogen. Beim Open-Air-Kino am Strand wurden bis Sonntag Filme in einer ganz besonderen Atmosphäre gezeigt. Miriam Waldmann, Theaterleiterin des Cinestar-Kinos in Lübeck, ist zufrieden: „Wir stecken hier Jahr für Jahr extrem viel Herzblut rein; und langsam merkt man, dass sich die Veranstaltung bei den Lübeckern etabliert hat.“ Gemeinsam mit ihrem Team hatte sie alles an der Strandpromenade auf Hollywood getrimmt. „Wir haben so viel geackert, aber es läuft in diesem Jahr wirklich gut“, sagte Waldmann beim großen Finale. Das Kino am Strand sei etwas ganz Besonderes: „Wenn man hier die großen Schiffe rein- und rausfahren sieht, dabei einen spannenden Film guckt, das ist schon toll“, meint Waldmann. Nachdem mit Til Schweiger schon ein Superstar der Filmindustrie beim Open-Air-Kino in Travemünde zu Besuch war, kam am Wochenende die nächste Berühmtheit. Regisseur Detlev Buck und Schauspieler Samuel Schneider waren am Sonnabend da, um ihren neuen Film „Asphaltgorillas“ vorzustellen. Im LN-Interview reden die beiden über den neuen Streifen, die Drehorte – und wie es zu einer Kooperation mit dem Sänger Peter Fox kam.

LN: Wie stellt man als Regisseur einem Publikum seinen neuen Film vor?

Buck: Der Film kommt ja mit 300 Kopien in die Kinos, insofern kann ich ihn nicht überall vorstellen. Da ich aber nun mal hier bin, kann ich kurz erzählen, dass er anders ist, als die anderen, sonst ist das ja auch langweilig. Wie bei Kindern.

Schneider: In München bei der Premiere hat Buck bei der Anmoderation mal ein Zitat gebracht. „Ein Klischee ist ein Klischee, aber wenn du tausend Klischees hast, kommst du der Realität ein Stückchen näher.“ Es hilft, den Zuschauer mit der Moderation in die Stimmung des Filmes zu bringen; wenn dieser sich öffnet und gleich zu Anfang auf den Zug springt, ist es leichter für ihn drauf zu bleiben. Der Film hat Tempo!

LN: Der Film wurde in Berlin und in Tokio gedreht. Was war besonders daran, in diesen Städten zu spielen?

Schneider: Berlin ist meine Heimatstadt. Wir haben viel am Kottbusser Tor gedreht. Und wenn man von mittags bis morgens dort arbeitet, lernt man den Ort noch mal ganz anders kennen. Das war sehr schön. Und Tokio ist so anders als Berlin. Das war perfekt, um eine ganz andere Welt darzustellen. Tokio ist ein Abenteuer gewesen.

 

LN: Herr Buck, Sie haben schon in vielen Filmen Regie geführt, haben aber auch häufig vor der Kamera gespielt. Was gefällt ihnen besser?

Buck: Regie ist sehr komplex. Man kommt als Erster und geht als Letzter. Das ist sehr anstrengend. Aber wenn ich spiele, kann das auch wirklich anstrengend sein. Ich mag aber beides sehr gern.

 

LN: Herr Schneider, Sie haben in der Soko-Serie des ZDF gespielt, was unterscheidet eine Fernsehproduktion von einer Kinoproduktion?

Schneider: Die Soko-Serie ist Fließbandproduktion. Es gibt keine Zeit und kein Platz als Schauspieler in die Tiefe zu gehen, das Format begrenzt einen. Beim Kinofilm hat man viel mehr Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen, die Story etwas mitzugestalten. Im Kinofilm gibt es mehr Zeit fürs Detail, weil das Detail wichtig ist, da eine Kinoleinwand viel größer ist als ein Fernseher.

 

LN: Peter Fox hat Musik zum Film beigesteuert, wie kam es zu dieser Kooperation?

Buck: Beim Drehbuchschreiben hatte ich immer Stadtaffe im Ohr. Im Vorfeld haben wir uns getroffen und alles mehrmals besprochen. Peter ist super präzise, allerdings wollte er kein Stadtaffe Teil 2 machen. Das ist ja auch gut so. Dabei hat er dann auch komplett freie Hand gehabt.

Max von Schwartz

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