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Lübeck Ist der insolvente Hafenbetriebsverein noch zu retten?
Lokales Lübeck Ist der insolvente Hafenbetriebsverein noch zu retten?
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22:27 28.07.2016
Wie geht es weiter an den Kaikanten? Der Hafenbetriebsverein (HBV) ist insolvent. Quelle: LN-Archiv/Neelsen

 „Dann müsste über Personal verhandelt werden“, sagt Insolvenzverwalter Klaus Pannen auf LN-Anfrage. Der HBV hat am 6. Juni Insolvenz angemeldet. Seither ist der Betrieb von Pannen weitergeführt worden. Bis etwa Ende Juli fließt noch das Insolvenzgeld an die 153 Hafen- und Umschlagsarbeiter. Der Grund für die Pleite: Die mehrheitlich städtische Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) hat Kunden verloren und braucht jetzt weniger Leiharbeiter. Die werden dadurch aber immer teurer. Die Kosten wollte die LHG nicht weiterzahlen – und der HBV überschuldete.

Der HBV ist ein Verein. Dessen Mitglieder haben Unternehmen im Hafen und fordern beim HBV Leiharbeiter an, um Arbeitsspitzen aufzufangen. Der HBV in seiner jetzigen Form wurde 1998 gegründet. Er hatte einst 16 Mitglieder, jetzt sind es nur noch neun; darunter die LHG. Doch sie ist seit Jahren einziger Kunde, nimmt 97 bis 98 Prozent der HBV-Leute ab. Zu den anderen acht Mitgliedern gehört die Baltic Rail Gate – eine LHG-Tochter, die ebenfalls HBV-Leute beschäftigt. Auch die Seehafen Wismar GmbH hat ab und an noch HBV-Leute im Wismarer Hafen eingesetzt. Doch der Rest der Vereinsmitglieder nutzt die Leiharbeiter so gut wie gar nicht. Zu den Mitgliedern zählen noch Bitunamel Feldmann GmbH, Havelmann & Sohn GmbH und Co. KG, J. Johannsen & Sohn Seeschlepp und -transport GmbH, LMG Maschinen- und Anlagenbau GmbH sowie Nordfrost Kühl- und Lagerungs GmbH und Stena Line Scandinavia AB.

Der Vorstand des Vereins hat die Insolvenz beim Amtsgericht angemeldet. Er besteht aus Volker Polac von Stena Line, Ulfbenno Krüger von der LHG sowie Michael Schaefer von J. Johannsen & Sohn. Die Geschäftführung des HBV hat Stefan Höppner inne.

 jvz

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