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Lübeck Italienisches Flair in der Hansestadt
Lokales Lübeck Italienisches Flair in der Hansestadt
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20:13 23.08.2016
Fotomontage des Holstentores als Einstimmung auf die Deutsch-Italienische Kulturbörse, die zum 14. Mal veranstaltet wird, aber zum ersten Mal in Lübeck. Quelle: Fotos: Diederichs/teichmann, Montage: Mentz

Sie ist eine der wichtigsten Stützen des bilateralen Kulturaustausches zweier befreundeter Länder: Seit 1989 findet alle zwei Jahre abwechselnd in Deutschland und Italien die Deutsch-Italienische Kulturbörse statt.

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Dörthe Klahn-Noll setzt auf kulturellen Gedankenaustausch.

Es begann vor 27 Jahren in Savona. Seither gibt es regelmäßige Treffen. Vor zwei Jahren war die süditalienische Stadt Trapani Ort des kulturellen Treffens. Damals wurde entschieden, dass Lübeck die nächste Kulturbörse veranstaltet, als erster norddeutscher Ort überhaupt. 180 Gäste aus beiden Ländern werden vom 9. bis 12. September in der Hansestadt erwartet. In den Jahren zuvor fand die Kulturbörse in Deutschland in den Städten Münster (1991), Weimar (1995) Lüdenscheid/Hagen (1999), Magdeburg (2003), Karlsruhe (2008) und Kassel (2012) statt.

„Wir freuen uns sehr, dass die Deutsch-Italienische Kulturbörse nach Lübeck kommt“, sagte Dörthe Klahn-Noll, Regionalbeauftragte Nord der Vereinigung Deutsch-Italienischer Kultur-Gesellschaften (VDIG) und Vorstandsmitglied der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Lübeck. Die Kulturbörse diene dem kulturellen Gedankenaustausch sowie der Völkerverständigung und Netzwerkbildung. Dörthe Klahn-Noll: „Freundschaft, Verständigung und Toleranz haben das Verhältnis zwischen Deutschland und Italien in den letzten Jahrzehnten nachhaltig geprägt.“ Die Aufgabe, Europa auf den Weg zur Werte- und Kulturgemeinschaft zu führen, falle nicht allein der Politik zu. Es seien auch die vielen Kulturvereine, die durch ihre vielfältigen Aktivitäten und Einbindungen verdeutlichen können, dass es ein Europa der gemeinsamen Kultur gibt.

Die diesjährige 14. Kulturbörse steht unter dem Motto „Süd trifft Nord – Incontro dei Contrasti“. Zu den Gästen gehören der italienische Generalkonsul Flavio Rodilosso und Vertreter der Goethe-Institute, italienischer Kulturinstitute und der Deutsch-Italienischen Gesellschaften.

Offiziell eröffnet wird die Kulturbörse am Sonnabend, 10. September, um 10 Uhr mit einem Festakt in St. Petri. Von 13 bis 17 Uhr findet dann die eigentliche Börse in der Petrikirche statt. Alle Lübecker sind eingeladen. An den Ständen präsentieren sich die Gesellschaften aus Italien und Deutschland. Es werden Bilder und Filme gezeigt und musikalische Intermezzi dargeboten.

Einen ganz besonderen Reiz hat ein Projekt des italienischen Künstlers Emanuele Bertossi, der zu den kreativsten Köpfen seines Landes gehört. Zwei Tage lang wird der Grafiker, Bildhauer und Kinderbuchillustrator für Viertklässler der Lübecker Johannes-Prassek-Schule einen Workshop veranstalten. Unter dem Arbeitstitel „Blume aus Draht“ werden die Schüler kleine Kunstwerke schaffen, die während der Börse in St. Petri ausgestellt werden.

Im Rahmen der Kulturbörse wird der „Premio Culturale“ verliehen, der Preis für eine „herausragende Einzelaktion“ oder für ein beständiges Eintreten für die deutsch-italienischen Kulturbeziehungen. Er wird als ein künstlerisches Unikat gestaltet, in diesem Jahr von Emanuele Bertossi. Der oder die Preisträger werden während des Festaktes bekanntgegeben.

Die Gäste aus Italien und Deutschland erwartet während der Kulturbörse ein reichhaltiges Programm mit Stadtführungen, Museumsbesuchen, einer Barkassenfahrt und einem festlichen Abendessen in Travemünde.

Das Programm

Ankunft und Empfang der Gäste. Um 19 Uhr Abendessen in der Schiffergesellschaft.

Sonnabend, 10. September: 10 bis 12 Uhr: Festakt in St. Petri. 13 bis 17 Uhr: Öffentliche Kulturbörse in der Petrikirche.

20 Uhr: Festliches Abendessen im Grand Hotel Atlantic in Travemünde.

Sonntag, 11. September: 9.30 Uhr: VDIG-Mitgliederversammlung. 15 Uhr: Museumsbesuche. 17.30 Uhr: Orgelkonzert in St. Jakobi mit Ulrike Gast.

Montag, 12. September: 11 bis 15 Uhr: Schifffahrt auf der Wakenitz.

Torsten Teichmann

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