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Lübeck Jetzt doch: Drehbrückenplatz wird saniert
Lokales Lübeck Jetzt doch: Drehbrückenplatz wird saniert
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11:49 17.01.2017
Neuer Drehbrückenplatz, alte Linden. Quelle: GRAFIK: TRÜPER, GONDESEN, PARTNER
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Lübeck

Jubel bei den Befürwortern des Untertrave-Umbaus: Die Frischzellenkur kommt doch – zumindest teilweise. Trotz des Bürgerentscheids zu den Linden, die stehenbleiben werden. Der Linden- Bereich der Untertrave wird nicht angefasst. Er bleibt wie er ist. Aber: Der Drehbrückenplatz wird runderneuert – mit einer breiten Treppe hinunter zur Stadt-Trave. Er soll der Glanzpunkt des Umbaus werden. Zudem wird der Abschnitt der Untertrave zwischen Drehbrückenplatz und dem Hansemuseum erneuert. Los geht es Mitte des Jahres. In 2018 muss alles fertig sein. Kosten: sechs Millionen Euro. Das hat Stadtplanerin Christine Koretzky im Bauausschuss erklärt.

Die Stadt hat einen neuen Fördertopf aufgetan. Die 10,2 Millionen Euro von Bund, Land und EU sind gestrichen. Denn die Mehrheit der Bürger hat sich Mitte Dezember für den Erhalt der Linden an der Untertrave ausgesprochen – und damit die Pläne zum Umbau der Untertrave auf Eis gelegt. Das gilt auch weiter – allerdings nur für den Abschnitt der Untertrave, in dem die Linden stehen.

Die sechs Millionen Euro für den jetzigen Ausbau kommen zur Hälfte aus Städtebaufördermitteln. Das Land gibt 2,2 Millionen Euro aus dem Programm Sanierung und Entwicklung, das 2017 ausläuft. „Das Land hat uns diese Restmittel in Aussicht gestellt“, sagt Koretzky. Lübeck erhält das Geld, welches andere Kommunen nicht mehr benötigen. Die Hansestadt muss 730 000 Euro drauflegen. Außerdem gibt die Stadt 3,8 Millionen Euro aus ihrem Treuhandvermögen aus. Dieses Treuhandkonto verwaltet die städtische Grundstücksgesellschaft „Trave“. Dort sind Fördergelder geparkt, damit die Stadt offiziell angemeldete Sanierungsgebiete verschönern kann. Das Geld kommt jeweils zu einem Drittel von Bund, Land und Stadt. So hat die Stadt durch ausgewiesene Sanierungsgebiete seit den 70er-Jahren mittlerweile fast die Hälfte der Altstadt erneuert.

Von Josephine von Zastrow

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