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Lübeck Johannes-Kepler-Quartier mit Sozialwohnungen
Lokales Lübeck Johannes-Kepler-Quartier mit Sozialwohnungen
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21:16 25.01.2018

Dafür sind SPD, Grüne, GAL, BfL, Freie Wähler und Linke. Dagegen CDU und FDP. „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum“, macht Katja Mentz (GAL) klar. Und fordert: „Wir wollen, dass die 30-Prozent-Regel eingehalten wird.“ Die Bürgerschaft hat am 28. Januar 2016 beschlossen, dass in jedem neuen Wohnquartier 30 Prozent der Unterkünfte Sozialwohnungen werden sollen. „Das ist nichts Unmögliches“, so Mentz. Seither gibt es bei fast jedem Bebauungsplan dieselbe Diskussion im Bauausschuss: War das neue Wohngebiet schon in Planung, als die Bürgerschaft die 30-Prozent-Regel beschlossen hat – oder ist es erst danach geplant worden. Beim Johannes-Kepler-Quartier ist es ebenso. Der Stadt gehört das 5,2 Hektar große Areal. Sie plant seit 2013, dass aus dem alten Schulgelände ein Wohngebiet werden soll. Die Idee ist eine Öko-Siedlung mit viel Grün. Vor allem: „Die Stadtplanung will, dass dort Baugemeinschaften Häuser errichten können“, erklärt Bausenatorin Joanna Glogau (parteilos). Das sind Menschen, die Häuser planen, um später zusammen zu wohnen. „Das ergibt eine gute Nachbarschaft.“ Aber: „In der Regel entsteht dort kein sozialer Wohnungsbau“, erklärt Glogau. Doch Mentz ist nicht damit zufrieden: „Was spricht dagegen, dass die städtische Grundstücksgesellschaft ,Trave‘ zwei Häuser kauft, soziales Wohnen entwickelt und dann vermietet?“

Wirtschaftssenator Sven Schindler (SPD) unterstützt hingegen Glogaus Position. Er listet auf, dass die Stadt ihre Quote an Sozialwohnungen übererfüllt. Denn: Seit dem Bürgerschaftsbeschluss von 2016 sind 167 Wohnungen und Häuser auf Grundstücken entstanden, die die Stadt verkauft hat. Davon sind 121 Sozialwohnungen und lediglich 46 Wohnungen für jedermann. „Das sind 75 Prozent Sozialwohnungen“, rechnet Schindler vor. FDP-Fraktionschef Thomas Rathcke hingegen sieht das ebenso und sagt in Richtung Mentz: „Lassen Sie die Stadtplanung doch ihre Arbeit machen und dort etwas Gutes entwickeln.“

Doch Noch-Fraktionschef Jan Lindenau (SPD) ist anderer Ansicht: „Wenn unterm Strich noch Geld für die Stadt übrig bleibt, dann haben alle Seiten etwas davon.“

jvz

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