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Lübeck So war das Konzert von Johannes Oerding in der MuK
Lokales Lübeck So war das Konzert von Johannes Oerding in der MuK
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13:43 15.09.2018
Johannes Oerding spielt mit seiner Band ein Konzert in der Lübecker MuK. Quelle: Olaf Malzahn
Lübeck

Sänger Johannes Oerding machte mit seiner Band auf seiner Open Air Sommer 2018-Tour Station in der Hansestadt. Allerdings spielten sie nicht draußen unter freiem Himmel, sondern in der ausverkauften Rotunde der Musik- und Kongresshalle (MuK). Und hier legte der Wahl-Hamburger einen Auftritt hin, wie man ihn im Foyer schon lange nicht mehr gesehen hat.

Das Erfolgsrezept ist einfach und besteht aus eingängigen Pop-Hymnen, deutschen Texte zum Mitklatschen und Melodien, die schnell ins Ohr gehen. Die Musik von Johannes Oerding unterscheidet sich eigentlich nicht gravierend von anderen deutschen Künstlern. Doch wenn der 36-jährigen auf der Bühne zum Mikro greift und die Töne mal rau rausschreit, mal zart und zerbrechlich singt, schmelzen seine Fans dahin. Stehen andere Sänger steif auf der Bühne, sucht Oerding die Nähe zu seinen Fans. Dazu kommt die Spielfreude und perfekte Abstimmung seiner vierköpfigen Band. Das alles macht aus einem Johannes Oerding-Konzert ein echtes Musikvergnügen. So war es auch am Freitagabend in der Lübecker MuK.

Johannes Oerding verzauberte das Lübecker Publikum in der MuK.

Gut angeheizt wurde das Lübecker Publikum durch die Lokalmatadore von Jeden Tag Silvester, die das Vorprogramm bestritten. Schon von erstem Ton an dirigierte Sänger Bertram Ulrich die begeisterten Massen, ließ das Publikum singen, schreien oder hüpfen. Oder alles gleichzeitig. „Was für ein Empfang. Wir sind doch nur die Vorband. Das Beste kommt doch erst noch“, meint Ulrich begeistert.

Johannes Oerding wird euphorisch gefeiert

Wo Jeden Tag Silvester aufhörte, machte Johannes Oerding weiter. Kaum war er auf der Bühne, feierten die Lübecker Fans den Sänger euphorisch. In roter Jacke, dunkler Hose und T-Shirt bekleidet, auf dem Kopf der obligatorische Hut, wirbelte Oerding über die Bühne und versprühte gute Laune. Im Programm hatte er Songs der letzten fünf Alben wie „Leuchtschrift (Große Freiheit)“, „Und wenn die Welt“, „So schön“, „Engel“ oder seine Hitsingle „Kreise“ –und die gleich in verschiedenen Fassungen. Textsicher sang das Publikum alles mit, was gespielt wurde. „Ich dachte, wir sind in Norddeutschland“, staunte Oerding über die Euphorie.

Doch damit war noch lange nicht Schluss mit der Interaktivität mit seinen Fans. Auf Fingerzeig von der Bühne klatschte, winkte oder hüpfte die gesamte MuK. Doch auch in die andere Richtung funktionierte die Zusammenarbeit. Lautstark sangen die Fans Refrains weiter, bis die Band den Song noch einmal anspielte.„Es ist schön, euch bei der Arbeit zu sehen. Das ist ja fast eine freundliche Übernahme“, strahlte Oerding. Doch auch die Band bekam Raum von ihm. So zauberte Drummer Simon Gattringer ein minutenlanges Solo beim Song „Turbulenzen“, während Gitarrist Moritz Stahl bei „So schön“ kunstvoll in die Saiten griff.

Oerding sucht Kontakt zum Publikum

Immer wieder suchte Oerding den Kontakt mit dem Publikum, tauchte in den Zwischenraum vor der Bühne ein oder drehte gleich eine Runde durch die Rotunde. Für Nervenkitzel bei der Security sorgte Johannes Oerding, als er, Bob Marleys „Could you be loved“ singend, die Treppe zum ersten Stock hochstieg und auf halber Höhe auf das Geländer kletterte und sich an einer der Verstrebungen festhielt, nur gesichert durch einen Security-Mann, der ihn hinten am Gürtel festhielt.

150 Minuten und drei Zugaben lang bezauberten Oerding und seine Band die 3200 Fans in der ausverkauften MuK und versuchten, dreimal von der Bühne zu gehen. Doch die Fans sangen sie immer wieder zurück. „Ihr habt heute Abend unsere Herzen berührt“, sagte Johannes Oerding zum Schluss.

Majka Gerke

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