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Lübeck Jugendwehren üben für Ernstfall
Lokales Lübeck Jugendwehren üben für Ernstfall
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18:01 01.10.2018
Paula (l.) und Lukas löschen brennende Boote. Ihre Aufgabe nehmen sie sehr ernst.
Travemünde

 Ein eingestürztes Aula-Dach an der Stadtschule, dazu ein Kellerbrand. Ein Betriebsunfall mit Verpuffung in Halle 3 der Marina Baltica mit mehreren Verletzten, dazu brennende Boote im Hafen. Und als wäre das nicht genug, auch noch ein Betriebsunfall mit Feuer auf dem Evershof: Diese Szenarien boten sich am Sonnabendvormittag den 130 Kindern und Jugendlichen sowie ihren 60 Ausbildern aus 13 Lübecker Jugendfeuerwehren – als Übung.

Alle Jahre wieder richten die Jugendfeuerwehren der Hansestadt im Herbst die Abschlussübung aus, jeweils eine andere Freiwillige Feuerwehr übernimmt die Organisation. Dieses Mal war Travemünde an der Reihe. Torben Raschke und Janine Simowski hatten sich die Szenarien ausgedacht.

Löschen, Retten, Aufräumen

Szenario Marina Baltica: Die Bootshalle ist verqualmt, im Raum werden vier Personen vermisst. Die Jugendwehren aus Wulfsdorf-Vorrade, Kücknitz und Vorwerk treffen gegen 11.35 Uhr ein. Sie werden informiert, was anliegt, dann gehen sie mit Schläuchen in die Halle, versuchen im dichten Nebel die Vermissten zu finden. Zwei Jungs entdecken eine rote Puppe, versuchen, sie fortzutragen – zu schwer. Nach einigem Zögern laufen beide raus und holen eine Trage für den „Verletzten“. Doch leider lässt die sich nicht ausklappen, weshalb ein anderes Zweier-Team zu Hilfe eilt: Max Dussenko (12) und Hendrik Iriaieps (13) schleifen die schwere Puppe aus der Halle.

Im Ernstfall hätte die Aktion zu lange gedauert. Aber die Zehn- bis 17-Jährigen üben ja noch. Mit vor Ort an allen Einsatzstellen ist Innensenator Ludger Hinsen (CDU). „Ich bin immer froh, wenn Firmen oder Einrichtungen ihre Räume für Übungen zur Verfügung stellen“, sagt er. „Denn das“, weiß Kevin Bierle (26), der an diesem Tag die Leitung über die Jugendwehren hat, „wird immer schwieriger.“

Vorne am Wasser halten sechs Kinder drei Schläuche auf die vermeintlich brennenden Boote. Vorne an einem der Schläuche steht Lukas Hermann (11), hinter ihm steht Paula Duvensee (12), die sichtlich Spaß an ihren Aufgaben hat. Als Beruf, sagt sie, könne sie sich die Feuerwehr zwar nicht vorstellen, wohl aber, dass sie später einmal nebenbei zur Freiwilligen Feuerwehr gehe.

Das dürfte nicht nur die Freiwilligen Feuerwehren freuen, sondern auch Senator Hinsen. „Wir haben in Lübeck eine extrem starke Jugendfeuerwehr und keine Nachwuchssorgen“, sagt er. Damit das so bleibt, gibt es mehrmals im Jahr attraktive Veranstaltungen wie die Übung am Sonnabend.

Klar, dass im Anschluss an die Übung noch gemeinsam gegrillt wurde.

Sabine Risch

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