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Lübeck Käfer und Beetles auf dem Koberg: „Herbie“ ist der Star
Lokales Lübeck Käfer und Beetles auf dem Koberg: „Herbie“ ist der Star
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12:59 21.08.2017
Quelle: Ulf-Kersten-Neelsen
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Innenstadt

Mit fachmännischem Blick taxiert Helmut Reichelt (82) „Herbie“. Ein Exportmodell, erkennt Reichelt; aber im Prinzip das Fahrzeug, mit dem er als junger Mann täglich zu tun hatte.

„Ich hab’ die Dinger verkauft bei Kittner“, erzählt er, „von 1958 bis 1961.“ Damals mussten Käufer etwa ein Jahr warten. Ohne Extras kostete das Auto 4600 Mark. „Das Standardmodell hatte kein synchronisiertes Getriebe. Wenn man runterschaltete in den zweiten Gang“, sagt Reichelt und macht ein knirschendes Geräusch.

Katharina Schurr (54), Urlauberin aus Nersingen in Bayern, ist gekommen, um ein bisschen in Erinnerungen zu schwelgen: „Mein erstes Auto war ein Käfer für 1000 Mark.“ Heimlich habe sie ihn gekauft, gegen den Willen ihres Vaters. Sehr zuverlässig, sagt sie, sei der Käfer, Baujahr 1972, nicht gewesen. Als einmal während einer Fahrt auf der Autobahn die Verbindung zwischen Gaspedal und Motor ausfiel, führte ihr Freund eine Kordel durchs Fenster nach hinten zum Motor und gab damit Gas. „Es war ein Abenteuerauto“, sagt sie.

Oliver Söllick (54) ist „Herbie“-Fan, seit er als Kind 1968 mit seinen Eltern den Film mit dem Kultauto im City-Kino in der Königstraße sah. Inzwischen hat er ihn dreimal gesehen. „Irgendwie ist das nicht nur ein Film für Kinder und Jugendliche“, sagt er. „Mir gefällt, dass er sich gegen die aufgemotzten Rallye-Autos durchsetzen sollte. Ein wunderbares Auto“, sagt er. „Wenn man sich die Autos heute anguckt, die sehen alle gleich aus.“

kab

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