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Lübeck Kapitän lädt zu Kanapees und Kalinka
Lokales Lübeck Kapitän lädt zu Kanapees und Kalinka
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18:20 11.06.2016
Michael Eremchenko, Kapitän der „Kruzenshtern“, greift zusammen mit LTM-Chef Christian Martin Lukas an das große Steuerrad. Quelle: Fotos: Lutz Roeßler

Eine Liebeserklärung an ein Schiff kann so klingen: „Wäre ich etwas jünger, würde ich auf der ,Kruzenshtern‘ anheuern.“ Diese leidenschaftlichen Worte fand Lübecks Innensenator Ludger Hinsen (CDU) beim Empfang auf dem Großsegler. Dazu hatte die Staatliche Technische Universität Kaliningrad – sie ist Eignerin des Schiffs – am Freitagabend eingeladen. Etwa 100 Gäste kamen an Bord und wurden vom Rektor der russischen Uni, Vladimir Alekseevich Volkogon, mit Handschlag begrüßt.

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An Bord der „Kruzenshtern“ kamen 100 Gäste zur deutsch-russischen Begegnung zusammen – Die Viermastbark feierte ihren 90. Geburtstag mit einem Empfang während des Aufenthalts ins Travemünde.

„Wenn wir in Travemünde einlaufen, fühlen wir

uns wie zuhause.“Kapitän Michael Eremchenko

„Wäre ich jünger,

würde ich auf diesem

Schiff anheuern.“Innensenator Ludger Hinsen (CDU)

Zum Freiluft-Captains-Dinner hatten Ulrich Kleinfeldt und sein Party-Service-Team 450 Kanapees zum Fingerfood-Büfett auf das Oberdeck gebracht. Doch bevor Michael Eremchenko, der Kapitän des Segelschulschiffs, den Schmaus offiziell eröffnete, standen Grußworte auf dem mehrstündigen Programm. Weil der schleswig-holsteinische Landtag bis spät in den Abend tagte, waren Präsident Klaus Schlie und die Europaministerin Anke Spoorendonk verhindert. Stattdessen griffen Arne N. Petersen, stellvertretender Europa-Referatsleiter, und Stefan Musiolik, Referatsleiter für Ostseeangelegenheiten, zum Mikrofon. Ihnen lauschten unter anderem Ex-Stadtpräsident Peter Sünnenwold, Jürgen Schlichting, Chef des Nautischen Vereins, Rüdiger Pfaff, Vorsitzender der Schifferbrüder, Kapitän Ralf Quandt von der gleichnamigen Personenschifffahrts-Linie, Hartmut Haase, Ältermann des Vereins der Stecknitzfahrer, Lübecks Uni- Präsident Professor Hendrik Lehnert, Torsten Rönn, Sprecher des Passat-Chores, Christian Schwandt, geschäftsführender Theaterdirektor, der Flüchtlingsbeauftragte Stefan Schmidt, LTM-Chef Christian Martin Lukas, LN-Chefredakteur Gerald Goetsch, und eine Frau, die während der Travemünder „Kruzenshtern“-Visite viele Fäden in der Hand hatte:

Susanne Kasimir vom Wissenschaftsmanagement.

Aber es gab noch eine Mitstreiterin, die sich um die deutsch-russischen Beziehungen verdient gemacht hat und die den Abend auf der „Kruzenshtern“ genoss: Professorin Gudrun Schmidt-Kärner, Beraterin für internationale Beziehungen. Und die freute sich sichtlich über diese Worte von Kapitän Eremchenko: „Wenn wir in Travemünde einlaufen, dann fühlen wir uns ganz wie zuhause. Die Menschen begegnen uns herzlich, sie sind offen und unsere Freunde.“ Und natürlich ließ es sich der Kapitän nicht nehmen, den Gästen das Schiff zu zeigen. Aber gab die Schiffsführung schon eindrucksvolle Einblicke von der Brücke oder aus dem musealen Bauch des P-Liners, sollte es noch ein weiteres Highlight am Abend geben. Die russische Musik- und Tanzgruppe Parusa Kruzenshterna (Segel von Kruzenshtern) begeisterte die Gäste mit tempogeladener Kalinka. In ihr tanzen Studenten und Kadetten der Kaliningrader staatlichen technischen Universität, der Baltischen staatlichen Akademie und des Kaliningrader See- und Fischindustriecolleges.

Und wo entspannt geschmaust und geplauscht wird, da wird aus so mancher Abendlaune vielleicht doch irgendwann einmal Realität. Dessen sicher sind sich Wissenschaftsmanagerin Iris Klaßen und Raimund Mildner, Geschäftsführer des Technikzentrums. „Die ,Passat‘ wird zum Uni-Schiff“, so ihre Prophezeiung. Auch so eine Art Liebeserklärung an ein Schiff.

Rüdiger Jacob

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