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Lübeck Keine ruhige Kugel: Ein Sommerturnier im Regen
Lokales Lübeck Keine ruhige Kugel: Ein Sommerturnier im Regen
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18:13 02.07.2016

Schlamm und Wassertropfen spritzen, als die silberne Kugel auf den aufgeweichten Sand der Boulebahn aufschlägt. „Die Sau hat sich bewegt“, schallt es über den Rasenplatz an der Fußgängerbrücke der Obertrave. In Regenjacken, wasserdichten Hosen und mit Stiefeln bewaffnet stehen die 90 Boulespieler am Salzspeicher und an den Sandbahnen.

„Auch wenn es das Wetter nicht vermuten lässt, es ist unser Sommerturnier“, erzählt Reinhard Schwertfeger, erster Vorsitzender des Lübecker Boule Clubs (LBC) und lacht. Ein bisschen Galgenhumor ist eben dabei. „Es ist matschig und deswegen absolut schwierig für die Schießer, exakt auf das Eisen zu schießen“, erklärt Schwertfeger. Mit ihren eigenen Kugeln versuchen die Spieler nämlich, die des Gegners weiter von der „Sau“, einer kleinen, bunten Kugel, zu entfernen. Wer am dichtesten an der „Sau“ liegt, hat gewonnen. „In einem Team sind immer drei Spieler“, erklärt Schwertfeger. Und in diesem Jahr gibt es sogar Besuch aus Skandinavien. Zwei dänische und zwei schwedische Teams sind nämlich mit von der Boulepartie.

Seit 2013 veranstaltet der LBC einmal jährlich das Einladungsturnier, zu dem Freunde aus verschiedenen Boulevereinen nach Lübeck kommen. „Wie in Frankreich, dem Mutterland des Boule, haben wir auch eine Mittagspause eingeführt“, erklärt Schwertfeger. Danach können die Teams auch bis in den späten Abend noch Leistung bringen. „Boule ist hauptsächlich etwas für ältere Leute, nur wenige junge spielen mit“, so Schwertfeger. Doch auch, wenn es nur Wenige gibt – das jüngste Mitglied des Lübecker Boule Clubs hat sich auch seine Regenhose angezogen und einen Hut aufgesetzt, um mit Vater und Opa am Sommerturnier teilzunehmen. Acht Jahre ist Frowin Baumann erst alt und doch schon vorne mit dabei. „Für uns steht es gerade neun zu sechs“, freut sich der Nachwuchsspieler.

Zusammen mit Vater Fred und Opa Ingo bildet das jüngste Vereinsmitglied des LBC ein Drei-Generationen-Team. „Ich bin außerdem fast der Älteste hier“, erzählt Opa Ingo schmunzelnd und zeigt seinem Enkel, wie man das Eisen wirft, um den Kontrahenten aus dem Spiel zu nehmen.

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