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Lübeck Kinder-Hanse-Stadt auch 2017
Lokales Lübeck Kinder-Hanse-Stadt auch 2017
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Das 12,5 Hektar große Gelände des Geschichtserlebnisraums in Kücknitz wird bereits in diesem Jahr wieder Schauplatz der fünftägigen Kinder-Hanse. 110 Neun- bis 14-Jährige tummelten sich 2016 in der mittelalterlichen Stadt, in diesem Jahr werden 150 Kinder erwartet. Quelle: Kröger

 Die guten Nachrichten: Es gibt noch mehr Stationen und die Teilnahme wird billiger. Die schlechte Nachricht: 120 Anmeldungen liegen bereits vor, Interessierte müssen sich sputen.

Anmeldung

Auf der Internetseite des Lübecker Jugendrings (luebeckerjugendring.de) können sich Kinder zur Hanse-Stadt anmelden. Die findet in der ersten Woche der Sommerferien statt.

Auf dem 12,5 Hektar großen Gelände des Bauspielplatzes Roter Hahn stehen zwölf historische Gebäude wie Langhaus, Stabkirche und Ziegelei zur Verfügung. 45 Helfer kümmern sich um die Kinder. Pito Bernet, Geschäftsführer des Jugendrings, wird wieder den Bürgermeister der mittelalterlichen Stadt geben („Diesmal muss ich mir ein besseres Kostüm besorgen.“), Joachim Giesenberg, Vorsitzender des Jugendringes, wird wieder in der Stadtwache arbeiten. Neu im Angebot sind die Herstellung von Gebrauchsgegenständen und Schmuck aus Rinderknochen, die Herstellung und Verzierung von Gürteln, eventuell eine Weberei und eine Mosterei, in der Apfelsaft produziert wird. Wieder dabei sind Druckerei, Bäckerei, Seilerei oder das Hospital zu Jerusalem. Es wird wieder eine eigene Währung geben.

Insgesamt gibt es 19 statt 15 Stationen, jedes Kind kann am Tag zwei Stationen ausprobieren.

Statt zehn Euro pro Tag wie im Premierenjahr 2016 nimmt der Jugendring fünf Euro pro Tag. Grund: Im vergangenen Jahr gab es eine politische Debatte über die teils als zu teuer empfundenen Preise des Ferienpasses. Der Jugendring wollte diese Debatte nicht ignorieren. Vorsitzender Giesenberg: „Wir bieten jetzt eine hochwertige Veranstaltung für sehr wenig Geld.“ Auch der Projektpartner, die Schule Roter Hahn in Kücknitz, hatte laut Pito Bernet darauf hingewiesen, „dass mehr Kinder teilnehmen können, wenn die Preise günstiger sind“. Der Stadtverkehr werde Kindern, die täglich mit dem Bus zum Geschichtserlebnisraum pendeln, wieder Fahrkarten für einen Euro anbieten. Trotz geringerer Teilnehmerbeiträge kommt der Jugendring mit der Finanzierung hin. 15000 statt 20000 Euro kostet das Spektakel. Bernet: „Viele Materialien und Werkzeuge, die wir brauchen, mussten wir 2016 erstmals anschaffen. Die sind jetzt vorhanden.“ Die Verpflegung werde man diesmal ebenfalls in die eigenen Hände nehmen. Der Jugendring erhofft sich zudem Zuwendungen von Stiftungen und von der Stadt.

Die Kinder-Hanse-Stadt wird auf diesen Sommer vorgezogen, weil im nächsten Jahr das große 875-Jahre-Jubiläum der Hansestadt ansteht. Außerdem feiert Rostock vom 21. bis 24. Juni 2018 den 38.

Internationalen Hansetag. Und da sind Jugendring und Geschichtserlebnisraum Kücknitz ebenfalls gefordert. Wie schon zu den Hansetagen in Lüneburg und Herford wird es einen Hansezug geben. Kinder und Erwachsene, gehüllt in mittelalterliche Gewänder, ziehen mit Pferd, Wagen und Zelten in die mecklenburgische Metropole.

Für Kinder, die sich am liebsten ganzjährig mit der Hanse beschäftigen, wurde der „Club der Rümdriewer“ gegründet – von Jugendring, Hansevolk, Hansemuseum, Geschichtserlebnisraum und Jugendzentrum Burgtor. Der Club ist bereits voll, 20 Kinder treffen sich einmal im Monat zu Aktionen wie Taschenlampen-Führung im Hansemuseum, Bernsteinschleifen oder Herstellung von Pilgerzeichen. „Ziel ist, die Verbundenheit der Kinder mit ihrer Heimatstadt zu stärken“, erläutert Jugendring-Geschäftsführer Bernet, „das ist vor allem für Kinder aus gesichtslosen Wohnblöcken ganz wichtig.“

 Kai Dordowsky

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