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Lübeck Kinderjury kürt „Fett Kohle“
Lokales Lübeck Kinderjury kürt „Fett Kohle“
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22:15 24.09.2016
Nach der Preisverleihung löcherten die Autoren-Entdecker Dorit Linke noch mit allerlei Fragen zu ihrem Werk „Fett Kohle“. Quelle: Luisa Jacobsen
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Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. Am letzten Tag des Bücherpiraten-Festivals überreichte eine elfköpfige Kinderjury der Autorin Dorit Linke gestern den Goldenen Bücherpiraten für ihr Buch „Fett Kohle“.

27 Bücher hatten die Kinder im Alter zwischen acht und elf Jahren gelesen, bevor sie ihre Entscheidung fällten. Wobei, das stimmt nicht ganz. „27 Bücher hatten wir, 24 davon haben wir zu je sieben Prozent gelesen, die letzten drei Finalisten dann ganz“, erklärte Friedemann (9) das Prozedere. Übrig blieb am Schluss „Fett Kohle“, die humorvolle Geschichte eines Jungen, dem eines Tages eine Tasche voller Geld vor die Füße fällt. Es ist die Beute eines Bankraubes, und urplötzlich sind da unzählige Fragen: Soll er das Geld bei der Polizei abgeben, soll er es behalten, und wenn ja, was stellt man damit an?

„Ihr Buch hat uns so gut gefallen, weil es realistisch ist, witzig und weil es von armen Kindern in der Großstadt handelt“, begründete Nike (10) die Wahl des Buches gegenüber der Autorin.

Die war über den Goldenen Bücherpiraten natürlich hoch erfreut: „Es ist eine große Ehre für mich, vor allem, weil die Jury nur aus Kindern besteht“, sagte Dorit Linke bei der Übergabe des Preises.

Die Bedeutung dieses Konzeptes betonte auch der pädagogische Leiter des Kinderliteraturhauses, Martin Gries. „Wir Erwachsenen haben uns aus dem Lesen der Bücher herausgehalten, um die Entscheidung nicht zu beeinflussen.“ Denn schließlich – so meinte auch die Autorin – „ist nicht jedes Buch, das Eltern oder Lehrern gefällt, die erste Wahl der Kinder“.

„Fett Kohle“ ist bereits Linkes zweites Buch. Die Berlinerin habe sich bewusst für eine Geschichte entschieden, für die ihr die Großstadt genug Inspiration liefern konnte. Zwei Jahre hatte sie neben ihrem Hauptberuf im Marketing daran geschrieben.

Die jungen „Autoren-Entdecker“ des Kinderliteraturhauses dankten Linke für ihr Werk mit kurzen Theater-Szenen der Geschichte. Und natürlich mit dem Preis, der nicht nur symbolischen Charakter hatte, sondern auch „Fett Kohle“ im Schlepptau. 1000 Euro gab es für die Autorin, die sich „jetzt genau überlegen wird, was ich damit alles anstellen kann“.

lj

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