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Lübeck Klares Ja zu Hiller-Ohm
Lokales Lübeck Klares Ja zu Hiller-Ohm
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18:28 25.11.2013
Von Torsten Teichmann
Gabriele Hiller-Ohm  Quelle: Wolfgang Maxwitat

Auf der Wahlkreiskonferenz im Multifunktionscenter im Hochschulstadtteil stimmten 59 der 66 Delegierten der SPD-Kreisverbände Lübeck und Kreis Herzogtum Lauenburg für die Abgeordnete, die seit zehn Jahren im Bundestag sitzt. Es gab sechs Gegenstimmen und eine Enthaltung. Hiller-Ohm, die keinen Gegenkandidaten hatte, dankte den Delegierten für das Vertrauen. Selbstbewusst erklärte sie: „Ich freue mich auf den Sieg im September.“

Die Bundestagsabgeordnete erklärte ebenso wie die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, die auf der Wahlkreiskonferenz das Grundsatzreferat hielt, sie werde sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen. Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit zähle der Kampf gegen die Altersarmut und Kinderarmut in Deutschland. Es könne nicht akzeptiert werden, dass allein in Lübeck 8000 Kinder arm seien.

Hiller-Ohm und Nahles forderten eindringlich einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde.

Sie wolle sich für den Wirtschaftsstandort Lübeck stark machen, für gute Bildungschancen aller Menschen in Deutschland und für bezahlbares Wohnen, sagte die Lübecker SPD-Politikerin. Bezahlbares Wohnen werde zu einem großen Thema im Lübecker Kommunalwahlkampf werden, kündigte Hiller-Ohm an. Sie werde für ein soziales Mietrecht kämpfen.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete kritisierte massiv, dass gut ausgebildete Frauen auf dem Arbeitsmarkt „systematisch ausgebremst werden“. Hiller-Ohm versprach einen bürgernahen Wahlkampf. Nur die Politiker würden erfolgreich sein, die die Nähe der Menschen suchten. „Wir brauchen Vertrauen für unsere Arbeit“, sagte die SPD-Politikerin.

Andrea Nahles nannte es in ihrer Rede „einen Skandal“, dass Frauen in Deutschland bei gleicher Arbeit 23 Prozent weniger verdienten als Männer. Sie sprach von einem „Angriff auf die Freiheitsrechte eines Menschen“, wenn dieser trotz anständiger Arbeit nicht genug verdiene, um davon leben zu können. Auch Nahles übte heftige Kritik daran, dass „hochqualifizierte Frauen in Deutschland beruflich aufs Abstellgleis geschoben werden, weil Kita-Plätze fehlen“. Eine SPD-geführte Bundesregierung werde das Betreuungsgeld wieder abschaffen, das nach dem Grundsatz vergeben werde: „Tausche Kita-Platz gegen 150 Euro“. Nahles nannte das Betreuungsgeld einen „großen Blödsinn“.

tt

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