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Lübeck Kleine Spürnasen im Grass- und Willy-Brandt-Haus
Lokales Lübeck Kleine Spürnasen im Grass- und Willy-Brandt-Haus
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13:19 05.08.2017
Gestalten mit viel Freude das Kinderfest in beiden Häusern (v. l.): Frauke Kleine Wächter, Hanna Griesenberg, Wilfried Zander, Jörg-Philipp Thomsa und Jürgen Lillteicher. Quelle: Foto: Sabine Risch
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Innenstadt

Es ist das elfte gemeinsame Fest von Günter-Grass- und Willy-Brandt-Haus: das Kinderfest am Sonnabend, 12., und Sonntag, 13. August, jeweils von 11 bis 17

Uhr. Bei freiem Eintritt bietet es Kindern und ihren Eltern die Möglichkeit, spannende Entdeckungen zu machen. Zum Thema „Spione & Detektive“ sind kleine Spürnasen gefragt.

Für Dr. Jürgen Lillteicher (49), Leiter des Willy-Brandt-Hauses, ist das Fest immer eine schöne Gelegenheit „zu zeigen, dass es auch anders als digital geht“. Viele Eltern kämen Jahr für Jahr mit ihren Kindern wieder, „weil sie das Konzept gut finden“. Dabei setzen er und sein Kollege Jörg-Philipp Thomsa (38) vom Grass-Haus auf eine Museumspädagogik, die sich zwar durch das Niveau der Angebote für Kinder auszeichnet, aber nicht oberlehrerhaft rüberkommen will. Dabei sei es „wichtig, dass jedes Jahr neue Impulse kommen, vor allem von jungen Leuten“.

Ganz jung ist Hanna Griesenberg (19), die ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) im Grass-Haus absolviert. Sie hat das Kinderfest zu ihrem FSJ-Projekt gemacht und viel Liebe und Zeit in die entsprechende Deko investiert. Gemeinsam mit der Volontärin Museumspädagogik der Lübecker Museen, Lisa Warnke, und mit der Museumspädagogin des Willy-Brandt-Hauses, Frauke Kleine Wächter (50), hat sie das zweitägige Fest vorbereitet. „Wir möchten Kindern vermitteln, dass es Spaß macht, etwas zu lernen“, sagt Kleine Wächter.

Die jungen Besucher der beiden Häuser können sich am Sonnabend und Sonntag verkleiden oder sich eine Tarnung (die braucht ein guter Spion) schminken, damit fotografieren lassen, und einen eigenen Fahndungsbogen auf einer Schreibmaschine tippen. Detektive müssen gut darin sein, Geheimnisse zu entschlüsseln – auch das ist angesagt, ebenso wie das Schreiben in Geheimschrift – eine wichtige Angelegenheit für Spione. Apropos Spion: Wie der Mann hieß, der Bundeskanzler Willy Brandt zu Fall brachte, können die jungen Spürnasen auf höchst spannende Art selbst herausfinden.

Eine Kreativwerkstatt lädt dazu ein, eine Detektivgeschichte zu erfinden, zudem können sich die Besucher an einer Buttonmaschine ihr Erkennungszeichen machen. Im Tresor wartet eine Belohnung auf Spürnasen, die von Polizeihauptkommissar Thomas Wolf einen Fingerabdruck in ihren Spürnasen-Pass bekommen.

Auch die Eltern können an dem Wochenende aktiv werden: Sie werden aufgefordert, auf eine Litfaßsäule zu schreiben, was sie sich in Lübeck für ihre Kinder wünschen. Zusätzliche, wie die Faust aufs Auge passende Abwechslung: An beiden Tagen, jeweils um 12 Uhr, zeigt die Freilichtbühne Auszüge aus dem Stück „Meisterdetektiv Kalle Blomquist“ nach Astrid Lindgren. Wilfried Zander (61), der die Freilichtbühne in den Wallanlagen seit 27 Jahren betreibt, freut sich, „in Lübeck auch einmal etwas außerhalb der Freilichtbühne für Kinder zu tun“.

Alle Jahre wieder sind die Kinderfest-Macher „froh, dass wir das alles kostenlos anbieten können“, so Jörg-Philipp Thomsa. Das gehe natürlich nicht ohne Sponsoren – in diesem Jahr ist das vor allem die Familie Junge Stiftung.

sr

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