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Lübeck Klingende, leuchtende Weihnachtsstadt
Lokales Lübeck Klingende, leuchtende Weihnachtsstadt
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22:33 23.11.2016
 Seit gestern sind die Weihnachtsmärkte offiziell eröffnet, und die Innenstadt erstrahlt in weihnachtlicher Beleuchtung. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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Innenstadt

Ein leiser Hauch von Wahlkampf liegt über diesem Aufbruch in die Adventszeit – obwohl erst eine Kandidatin für die Bürgermeisterwahl feststeht. Beim Gottesdienst in der Marienkirche spricht Bürgermeister (und vielleicht Kandidat) Bernd Saxe (SPD) ein Grußwort, in der Petrikirche eröffnet eine Stunde später Kultursenatorin und Kandidatin Kathrin Weiher (parteilos) in der Petrikirche den Kunsthandwerkermarkt. Aber hier geht es noch nicht um politischen Inhalt, sondern nur darum, sich wirkungsvoll vor der Kulisse der „Weihnachtsstadt des Nordens“ zu präsentieren. Seit gestern sind die Weihnachtsmärkte offiziell eröffnet, und die Innenstadt erstrahlt in weihnachtlicher Beleuchtung.

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Ein Gottesdienst in der Marienkirche und ein Countdown auf dem Klingenberg eröffnen die Adventszeit.

800 Besucher erleben in der Marienkirche einen kurzweiligen Gottesdienst unter dem Motto „Adventsleuchten“. Der Bürgermeister zählt die weihnachtlichen Attraktionen der Stadt auf und sagt: „Ich freue mich auch, dass wir mit der Eröffnung hier in der Marienkirche auch darauf hinweisen, dass das ein christliches Fest ist.“ Die Nachwuchschöre der Knabenkantorei singen, und das Ensemble des Weihnachtsmärchens am Theater Lübeck führt eine Kostprobe aus „Tom Sawyer, Huckleberry Finn und die gute Fee vom Mississippi“ auf. Das will zwar nicht recht zum Thema Licht passen, macht den Kindern aber Spaß. Und Marienpastorin Annegret Wegner-Braun, gelingt es, die Liebe zwischen Tom Sawyer und Becky Thatcher mit dem Bild eines inneren Leuchtens in Verbindung zu bringen.

Nachher ziehen die Pastoren, Würdenträger und Gottesdienstbesucher zum Klingenberg, vorneweg das Blechbläsertrio Lemmy’s Brass mit Weihnachtshits wie „Lasst uns froh und munter sein“ und „Leise rieselt der Schnee“. Um 18.30 Uhr zählt Petri-Pastor Bernd Schwarze mit den Kindern von zehn abwärts, und dann geht das Licht in der ganzen Innenstadt an. Daniela La Ferrera (40), die mit ihrer vierjährigen Tochter gekommen ist, ist froh, dass der alte Streit um die Weihnachtsbeleuchtung beigelegt ist: „Für eine Stadt wie Lübeck, die so viele Leute damit anlockt, ist das sehr wichtig.“

Die Prozession auf dem Weg von St. Marien zum Klingenberg, angeführt vom Trio Lemmy’s Brass und Petri-Pastor Bernd Schwarze.

Vor der Petrikirche macht der Zug noch einmal Station. Die Kinder rufen „Nikolaus! Ni-ko-laus!!“ – und dann seilt sich der Nikolaus vom Kirchturm ab. Drinnen stehen die Kunsthandwerker an ihren Ständen. Einige legen noch letzte Hand an. Senatorin Weiher spricht davon, wie die Adventszeit auch Erwachsene verwandle. Es gibt Töpferware, Taschen aus Fischhaut, handgefilzten Schmuck, Karten aus Büttenpapier. Manche sind zum ersten Mal hier – wie Kim Cordes (25) aus Leipzig, der selbstgemachte Hosenträger verkauft. Er studiert Wirtschaft und ist viel auf Kunsthandwerkermärkten unterwegs. „Die bringen etwas ein, man kommt rum, und man kommt mit den Kunden ins Gespräch.“ Nach Lübeck ist er auf Empfehlung einer Bekannten gekommen – und ist schon jetzt begeistert von der „schönen, kleinen Weihnachtsstadt“. Hanno Kabel

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