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10:16 25.09.2017
Die erste Hochrechnung sorgte im Lübecker Rathaus für Freude und Entsetzen gleichermaßen. Quelle: Neelsen
Lübeck

Glücklich sind indes die kleinen Parteien. Grüne, FDP und Linke legen alle zu – gegenüber der Wahl 2013. Die Grünen landen auf Platz drei. Unklar ist noch, wie die AfD abschneidet. Sie legt zu - und könnte auf Platz vier landen – oder aber auch nur auf Platz sechs.

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Eine erfreuliche Entwicklung: Die Wahlbeteiligung ist das erste mal seit 2002 gestiegen – auf 75,4 Prozent (Stand 17 Uhr).

Im Lübecker Rathaus überlagert das bundesweite Abschneiden der AfD die Stimmung in allen politischen Lagern. „Wir betrachten unser Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt FDP-Fraktionschef Thomas Rathcke. Immer wieder fällt das Urteil, dass das Bundesergebnis katastrophal sei. Der frühere Landesvater Björn Engholm sagt das genauso wie die SPD-Kandidatin Gabriele Hiller-Ohm. Alexandra Dinges-Dierig, die 2013 für die Lübecker CDU in den Bundestag einzog und nicht wieder antrat, ist überzeugt: „Wir haben die Menschen beim Thema Flüchtlinge emotional nicht erreicht.“

„Wir können nach diesem Ergebnis nicht zur Tagesordnung übergehen“, erklärt der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Rother und fordert eine inhaltliche, programmatische und personelle Erneuerung auf Bundesebene. Katjana Zunft, Kreisvorsitzende der Linken, fürchtet angesichts der AfD um „das Ansehen und die Zukunft Deutschlands“. Der CDU-Fraktionsvize Lars Rottloff nennt das Bundesergebnis einen „Leberhaken“. Für die CDU-Kreisvorsitzende Anette Röttger läuft es womöglich auf eine Jamaika-Koalition wie in Kiel hinaus. „Die Unruhe im Volk war spürbar“, sagt Röttger, „uns ist es nicht ausreichend gelungen, dagegen zu halten.“

Für die Fraktionschefin der Grünen im Rathaus, Michelle Akyurt, ist der Wählerauftrag im Bund klar: „Der Auftrag ist eine Jamaika-Koalition.“ Das voraussichtliche Abschneiden der Grünen in Lübeck bezeichnet Akyurt als super. Auch die Linken sind in Lübeck zufrieden, die Liberalen sind beglückt. Sie haben nach dem Absturz von 2013 ihr Ergebnis voraussichtlich mehr als verdoppelt.

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