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Lübeck Koberg: Debatte über autofreie Altstadt flammt wieder auf
Lokales Lübeck Koberg: Debatte über autofreie Altstadt flammt wieder auf
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11:19 01.04.2016

. Kein Asphalt auf dem Koberg — und eine autofreie Altstadt. Das ist die Kurzform der Forderung des Architekturforums. „Ich finde das sehr gut“, sagt Pirat Detlef Stolzenberg. Er hält die Forderung des Forums für „sehr, sehr richtig“. Der Verein aus 150 Architekten und Bürgern wehrt sich dagegen, dass die Stadt die Straße am Koberg in diesem Sommer asphaltiert und das Kopfsteinpflaster herausreißt, damit es leiser wird am Koberg (die LN berichteten). „Das ist der falsche Ansatz“, so Ingo Siegmund, Vorsitzender des Forums. Es müssten weniger Busse und weniger Autos durch die Altstadt fahren. Er fordert, dass die Sanierung der Straße am Koberg verschoben wird und zunächst eine Debatte über den Verkehr in der Altstadt geführt wird. „Diese öffentliche Diskussion muss sein“, ist Stolzenberg überzeugt. Er plädiert auch dafür, das Kopfsteinpflaster am Koberg zu belassen. „Denn es ist ein historischer Platz“, erklärt Stolzenberg.

„Wir sollten mutiger sein und das Thema Verkehr in der Altstadt diskutieren“, stimmt Lars Rottloff zu, Vorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU. Er könne sich beispielsweise einen autofreien Sonnabend in der Königstraße vorstellen — so wie in der Hüxstraße. Eine Verkehrsberuhigung am Koberg indes lehnt er ab. „Das funktioniert nicht.“ Denn derzeit werde das neue Parkhaus Wehdehof gebaut. Dort müssten die Autos auch hinfahren können.

Rottloff hat den Eindruck, dass „es 1000 Ideen und Konzepte“ für den Verkehr in der Altstadt gibt. Deshalb sei es wichtig, dass darüber debattiert werde. Aktuell wird das Thema „weniger Verkehr in der Königstraße“ bei den Grünen debattiert. Auch das Lübeck-Management veranstaltet Podiumsdiskussionen zum Thema Verkehr. Klare Ablehnung indes kommt von der SPD. „Die Situation heute ist das Ergebnis eines guten und tragfähigen Kompromisses“, erklärt Verkehrsexperte Ulrich Pluschkell. Der wurde in langen Diskussionen in den 90er- und Anfang der 2000er-Jahre erarbeitet. Denn Lübecks Altstadt werde von vielen Gruppen genutzt: Touristen, Schüler, Bewohner, Arbeitnehmer und Geschäftsleute. Zum Koberg sagt er: „Die Arbeiten sollten auf keinen Fall verschoben werden.“ Er kann sich einen „grafitfarbenen Asphalt“ vorstellen. jvz

LN

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