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Lübeck Kränze gegen das Vergessen
Lokales Lübeck Kränze gegen das Vergessen
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16:20 14.01.2016
Im Gedenken an die Opfer wurden in der Hafenstraße Kränze niedergelegt. Quelle: lsc
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Lübeck

„Wir gedenken der Opfer des Lübecker Brandanschlags vom 18.01.1996“ — ein Plakat mit dieser Aufschrift erinnert jetzt an die Katastrophe vor 18 Jahren. Vertreter der Hansestadt und des Lübecker Flüchtlingsforums legten gestern am Gedenkstein in der Hafenstraße Kränze nieder, um den Opfern des Brandes zu gedenken. Vor 18 Jahren waren zehn Menschen durch ein schweres Feuer in dem Asylbewerberheim ums Leben gekommen, 38 zum Teil schwer verletzt.

Etwa 100 Menschen waren gestern zu der Gedenkstunde zusammengekommen, in der Senator Bernd Möller die Wichtigkeit des Erinnerns an die Katastrophe unterstrich. „Diese Gedenkstunde fällt in ein unglückliches zeitliches Dreieck zwischen Gedenken an Auschwitz und die NSU-Morde“ sagte Möller. Deutlich kritisierte er, dass in der aktuellen Zuwanderungsdebatte häufig Einwanderer als Sozialschmarotzer betrachtet werden würden. „Sie kommen aber auch zu uns, um uns etwas zu geben“, sagte Möller. „Das Zusammenleben ist eine kulturelle Bereicherung.“

Bis heute ist ungeklärt, wie die Katastrophe geschehen konnte, was unter anderem vom Lübecker Flüchtlingsforum stark kritisiert wird. Geplant ist, die Gedenkstätte auszubauen.

lsc

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