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Lübeck Krippenspiel live im Internet
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22:13 22.12.2017
Zum siebten Mal wird in der Martin-Kirche ein Krippenspiel aufgeführt, bei dem über 30 Mitwirkende vor und hinter den Kulissen dabei sind. Sie freuen sich auf einen besonderen Heiligabend und haben Zuschauer rund um den Globus. Quelle: Kirchenkreis
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Lübeck

Am 24. Dezember geht es um 16 Uhr los. Dann überträgt die Kirchengemeinde in St. Jürgen einen ihrer Heiligabend-Gottesdienste live bei YouTube – inklusive Krippenspiel. Etwa 60 Minuten dauert die feierliche Stunde in der Martin-Kirche, die und auf www.youtube.com/c/KGinStJuergen zu sehen sein wird.

Das Krippenspiel ist besonders: Es ist ein Mehrgenerationenprojekt. 27 Menschen zwischen sechs und 60 Jahren spielen mit; darunter ganze Familien aus der Kirchengemeinde. Zwölf Helfer kümmern sich außerdem um die Technik und die Requisite. Das Pastorenpaar Katja und Heiko von Kiedrowski führt Regie und hält den Gottesdienst. Zum siebten Mal hat Pastor Heiko von Kiedrowski die biblische Weihnachtsgeschichte mit einer bekannten Geschichte verknüpft. Heraus kommt jedes Mal eine Aufführung, die mehr Theaterstück als klassisches Krippenspiel ist. Im letzten Jahr trafen die Bremer Stadtmusikanten auf Maria, Josef und das Jesuskind.

Beleuchtung, Ton, Kostüme und Bühnenbild: Das Krippenspiel ist mit der Zeit immer umfangreicher geworden und kein Geheimtipp mehr. Viele Besucher fanden zuletzt keinen Platz in der Kirche. Selbst ein zweiter Gottesdienst an Heiligabend brachte nicht genug Platz. Es entstand die Idee, das Krippenspiel im Internet zu übertragen. Im vergangenen Jahr haben so nicht nur Menschen aus Lübeck sondern ganz Deutschland, Polen, der Ukraine und sogar Thailand sowie Neuseeland online am Weihnachtsgottesdienst teilgenommen. Die technische Ausstattung, ein HD-Studio, bekommt die Kirchengemeinde vom Offenen Kanal in Kiel. Die jugendlichen Teamer werden die Kameras bedienen und Bildregie führen.

Doch nicht nur in der Kirchengemeinde St. Jürgen spielt Social Media zunehmend eine Rolle. „Der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg beschäftigt sich seit einigen Jahren mit diesen Veränderungen, hat nach einer Konzeptphase einen Testlauf gestartet und ist dabei geblieben“, sagt Pröpstin Petra Kallies. In diesem Sinne existiert seit Juni 2016 eine Facebook- Seite – und ein halbes Jahr später hat man begonnen, Pinnwände bei Pinterest zu erstellen. „Wir können über die sozialen Netzwerke nicht nur von Gott und der Welt erzählen, sondern kommen mit vielen Menschen ins Gespräch“, sagt Kallies, die selbst bei Facebook ist. „Ich war zunächst skeptisch, ob ich das alles auch noch machen muss“, sagt sie. „Aber ich muss sagen: Mir gefällt die Leichtigkeit und der ,Zwang’ dazu, Dinge auf den Punkt zu bringen.“ Außerdem findet die Pröpstin die langsame Bildsprache von Instagram angenehm, und bei Pinterest schaue sie hin und wieder nach neuen Ideen. „Nur Twitter ist nicht mein Ding. Zu hektisch für meinen Geschmack.“ Nicht nur in der Weihnachtszeit.

 Von Cosima Künzel

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