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Lübeck Kritik an der Parksituation während der Bauzeit
Lokales Lübeck Kritik an der Parksituation während der Bauzeit
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20:48 29.05.2018
Nils Weiland beantwortet die Fragen von Anwohnerin Barbara Ruhoff-Hümbs. Quelle: Foto: Boerger
St. Lorenz Süd

„Das Konzept, wie es heute vorgestellt wurde, finde ich grundsätzlich gut. Es wirkt aufgelockert – keine Asphaltwüste mehr“, sagt Barbara Steffen, von den Unabhängigen. „Die Verkehrssituation scheint deutlich übersichtlicher zu werden“, findet auch Daniel Hürtgen. Zunächst missfiel ihm, dass die Ampelanlagen abgeschafft wurden. Die Alternative mit den insgesamt drei Querungen findet er interessant. „Das könnte klappen. Aber ob das die derzeit angespannte Situation verbessert, wird sich zeigen“, sagt er zuversichtlich. Anwohner Thomas Drews pflichtet dem bei: „Die Idee mit dem Mittelstreifen ist charmant.“ Allerdings müssten die Straßenausfahrten deutlich gekennzeichnet werden.

Insgesamt war das Interesse an der Veranstaltung groß: Um die 50 Personen versammelten sich Montagabend im Großen Saal der IHK, 90 Prozent davon Anwohner. Zur Informationsveranstaltung hatte der Bereich Stadtplanung und Bauordnung der Hansestadt geladen. Im Zentrum standen die Planungen zur Verbesserung des Verkehrsflusses zwischen der Lachswehrallee und dem Lindenteller. „Ein wesentliches Element der Planung ist der gepflasterte Mehrzweckstreifen mit den drei Mittelinseln im Abstand von 100 Metern“, erläutert Nils Weiland, Abteilungsleiter Verkehrsplanung. Die Vorteile: besserer Verkehrsfluss, mehr Parkplätze – diese würden von aktuell 42 auf 55 erweitert. Zusätzlich sollen 16 neue Bäume gepflanzt werden, die den Alleen-Charakter der Moislinger Allee wiederherstellen. „Alles in allem schaffen wir einen Raum für mehr Qualität aller Verkehrsteilnehmer“, so Weiland.

Doch bis die Straße zur gemütlichen Meile für alle Verkehrsteilnehmer wird, drohen Staus und Umwege. Ein großer Streitpunkt sind die Parkplätze während der Bauphase. Zum einem würde abschnittsweise vorgegangen, erklärt Weiland.

Zusätzlich verweist der Abteilungsleiter auf das Parkhaus am Bahnhof und erntet missbilligende Kommentare. „Ich weiß, dass die Parksituation ausgereizt ist, aber während der Bauphase wird es logischerweise schwierig, neue Möglichkeiten zu schaffen.“

Kritisch zeigten sich die Anwohner auch bezüglich der Beleuchtung der Querungen. „Die normale Straßenbeleuchtung steht so, dass keine dunklen Ecken an den Straßenübergängen bleiben“, sagt Projektleiter Florian Borchert. Ein Raunen im Plenum – diese Lösung scheint die Anwohner nicht zu überzeugen. Nils Weiland betont: „Weiterhin sind Änderungsvorschläge gern gesehen.“

 fbo

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