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Lübeck Kulturerbe soll Grenzen überwinden
Lokales Lübeck Kulturerbe soll Grenzen überwinden
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22:19 05.10.2017
„Ich bin stolz auf das, was wir in den letzten Jahren erreicht haben.“Kerstin Manz, Deutsche Unesco-Kommission

Es ist das dritte Zusammentreffen der europäischen Welterbestätten-Vereine. Die Vereine bestehen aus engagierten Bürgern, die eine Schnittstelle zwischen Tourismus und Denkmalschutz bilden. Nach ihrem ersten Treffen im französischen Straßburg im Jahr 2015 und dem Treffen im Vorjahr im spanischen Segovia empfing die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM), der Verein Unesco- Welterbestätten Deutschland und die Deutsche Unesco-Kommission die europäischen Vereine in der Hansestadt.

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Unter dem Motto „Sharing World Heritage“, „Teilung des Welterbes“ treffen sich in Lübeck insgesamt 70 Vertreter der europäischen Unesco-Welterbestätten. Gemeinsam diskutieren sie über die kulturelle Zusammenarbeit in Europa. Die internationale Tagung findet jährlich statt.

Europa und die gesellschaftspolitische Rolle von Welterbe soll in Hinblick auf eine europäische Identität und ein gemeinsames Erbe das zentrale Thema sein. „Gerade in diesen Zeiten ist eine friedvolle und funktionierende europäische Zusammenarbeit besonders wichtig“, betont Claudia Schwarz, Vorsitzende vom Deutschen Unesco Welterbestätten-Verein. Nicht nur ein Land allein trage für sein Kulturerbe Verantwortung, sondern die Gemeinschaft. Im Vordergrund des diesjährigen Treffens stehe daher auch der grenzüberschreitende Schutz und das Management des Kulturerbes, nachhaltiger Tourismus sowie die Nutzung von Welterbestätten als europäische Begegnungs- und Lernorte.

Für Kerstin Manz, Leiterin vom Fachbereich Welterbe der Deutschen Unesco-Kommission, ist dieses europäische Netzwerk von großer Bedeutung: „Wir müssen Verantwortung für die Welterbestätten übernehmen. Hier können wir voneinander lernen.“

Bei der diesjährige Tagung „Sharing Heritage“ soll gemeinsam an der Erhaltung der europäischen Kulturstätten gearbeitet werden. Durch diese Vernetzung soll Europa noch ein Stückchen enger zusammenwachsen und Grenzen überwinden, die es in Zeiten von Krisen gibt. „Kultur muss als etwas Verbindenes gesehen werden“, betont Uwe Koch vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz. „Denn das europäische Erbe hat Potenzial für eine gemeinsame Identifikation, Teilhabe und Entwicklung“.

Vor allem der Tourismus biete großes Potenzial für den Austausch von Kultur, sagt Peter DeBrine, Programmleiter für nachhaltigen Tourismus im Unesco-Welterbezentrum. Allerdings müsse beachtet werden, dass dieser auch nachhaltig ist. „Unter anderem müssen auch die Regierungen mitarbeiten, um das Welterbe zu schützen“.

2007 verabschiedete die Hansestadt Lübeck eine Erklärung im Rahmen der Konferenz „Unesco- Welterbestätten in Europa – Ein Netzwerk für Kulturdialog und Kulturtourismus“. Zu diesem Anlass biete sich daher die Gelegenheit, die darin enthaltenen, nach wie vor aktuellen und relevanten Empfehlungen zum langfristigen Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung von Welterbestätten Revue passieren zu lassen. Lübeck begeht in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum zur Aufnahme auf der Welterbeliste der Unesco.

Das zweitägige Treffen der Welterbestätten-Vereine findet in diesem Jahr mit besonderen Blick auf das Welterbejahr 2018 statt. Im Fokus des Europäischen Kulturerbejahres steht das Gemeinschaftliche und Verbindende. Ziel soll es sein, das Bewusstsein für das europäische Erbe zu fördern und die Bereitschaft zu seiner Bewahrung zu wecken.

In dem Themenjahr fordert die Europäische Kommission die verschiedenen europäischen Länder sowie Bürgerinnen und Bürger auf, ihre gemeinsamen Wurzeln zu entdecken, ihre Umgebung mit neuen Augen zu sehen und einander ihre Geschichten zu erzählen.

Von Saskia Hassink

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