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Lübeck LHG: Tarifkonflikt — und ein Trip nach Osten
Lokales Lübeck LHG: Tarifkonflikt — und ein Trip nach Osten
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20:17 25.09.2013

Der Streit in der Lübecker Hafen- Gesellschaft (LHG) geht weiter. Am Dienstag wollten die Gewerkschaft Ver.di und die LHG den vereinbarten Tarifvertrag für 2012 „redaktionell überarbeiten“, erklärt Gewerkschaftssekretär Andreas Riedl. Das aber sei nicht möglich gewesen, weil man sich nicht über Details zu einem Arbeitskreis zum Nordlandkai einigen konnte. Riedl wirft der LHG vor, diesen Arbeitskreis zu „einer reinen Alibiveranstaltung herabzustufen“, weil die Ergebnisse schon im Voraus festgeschrieben seien. „Hier ist wieder einmal deutlich die Handschrift des LHG-Minderheitsgesellschafters Deutsche Asset zu erkennen“ , sagt Riedl. Er klagt, dass „die Deutsche Asset immer unsichtbar mit am Verhandlungstisch sitzt“. Sie werde als „Rechtfertigung für eine Fundamentalblockade“ genutzt. „Es wird höchste Zeit, dass der Hafen aus der Instrumentalisierung für die Interessen eines Finanzinvestors befreit wird“, fordert Riedl. LHG-Chef Ulfbenno Krüger hingegen kontert: „Wir wollen ein klares Bekenntnis, dass es zu einer nachhaltigen Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der gesamten LHG kommt.“

Unterdessen ist LHG-Chef Heinrich Beckmann mit einer Delegation des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers Reinhard Meyer (SPD) seit Montag in Russland unterwegs. 17 Vertreter der maritimen Wirtschaft sind mit von der Partie. „Es ist wichtig für uns, in Russland Kontakte aufzubauen“, sagt Beckmann. Sein Ziel: Die Verkehre von Russland nach Lübeck auszubauen. Vor allem von dem Bau des neuen Hafens Bronka, 50 Kilometer nordwestlich von St. Petersburg, verspricht sich Beckmann einiges. „Bronka ist für uns sehr interessant und eine große Chance“, so der LHG-Chef. Denn Bronka setzt vor allem auf Ro-Ro-Frachter. Der Hafen wird in drei Abschnitten gebaut: Bis 2015 soll der erste Teil fertig sein, 2022 dann alles andere. Minister Meyer stimmt zu: „Bronka bietet Chancen — insbesondere für neue Verkehre in Lübeck und Kiel.“ jvz

LN

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