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Lübeck LN-Forum zur Stichwahl: Saxe gegen Dinges-Dierig
Lokales Lübeck LN-Forum zur Stichwahl: Saxe gegen Dinges-Dierig
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00:00 12.11.2011
Lübeck

Showdown in der Petri-Kirche: Am Donnerstag, 17. November, treffen die beiden Konkurrenten um den Chefsessel im Rathaus aufeinander – drei Tage vor der entscheidenden Wahl. Amtsinhaber Bernd Saxe (SPD) und seine Herausforderin Alexandra Dinges-Dierig (CDU) müssen sich beim LN-Forum in St. Petri messen. Denn der Sechs- Kampf ums Bürgermeisteramt ist jetzt zu einem Duell geworden. Im ersten Wahlgang sind vier Kandidaten rausgeflogen, sie können die Stichwahl nur noch als Zaungäste verfolgen. Anderthalb Stunden werden sich Saxe und Dinges-Dierig den Fragen der Moderatoren und des Publikums stellen und zeigen, wer der bessere Kandidat ist.

Amtsinhaber Bernd Saxe hat eine komfortable Ausgangslage. Er hat im ersten Wahlgang 41,2 Prozent geholt und liegt damit 13,1 Prozentpunkte vor Dinges-Dierig. Saxe ist nicht nur in Pole-Position, sondern wartet mit noch zwei weiteren Trümpfen auf: Sein Bekanntheitsgrad in Lübeck liegt bei mehr als 95 Prozent – und die Hansestadt ist traditionell ein sozialdemokratisches Pflaster.

Der 57-Jährige will zum dritten Mal die Stichwahl gewinnen. Schon 1999 und 2005 hat er seine CDU-Konkurrenz im zweiten Wahlgang ausgestochen. Während Saxe beim ersten Mal Kopf an Kopf mit seinem Konkurrenten lag, ging er sechs Jahre später mit einem großen Vorsprung von 23,2 Prozentpunkten ins Rennen. Der ist diesmal ein wenig zusammengeschrumpft, dennoch spricht Saxe von einem „guten Ergebnis“.

Doch Dinges-Dierig rechnet sich ebenfalls gute Chancen aus, das Wahlergebnis noch zu ihren Gunsten zu drehen. „Die Wähler wollen den Wechsel“, sagt die 58-Jährige – und zählt die 58 Prozent der Stimmen zusammen, die Saxe nicht bekommen hat. Dinges-Dierig war vier Jahre Bildungssenatorin in Hamburg, ist Diplom-Volkswirtin und politische Quereinsteigerin. Ihre Vorteile: Sie hat den Charme der neuen, unverbrauchten Fachfrau. Und das komplette bürgerliche Lager von CDU, FDP, BfL und FUL steht hinter ihr – zudem hat sie eine gewisse Nähe zu den Grünen.

Die braucht Dinges-Dierig auch, denn sie muss einen Großteil der 19,4 Prozent Wählerstimmen des ausgeschiedenen Landtagsabgeordneten Thorsten Fürter für sich gewinnen, um Saxe schlagen zu können. Das Ergebnis ihres Vorgängers Michael Koch von 2005 hat sie bereits um vier Prozentpunkte verbessert. Koch schaffte es dann im zweiten Wahlgang auf 38 Prozent – Saxe ging als souveräner Sieger mit 62 Prozent aus der Wahl hervor.

Während Dinges-Dierig wirbt mit „Lübeck ist ein Schatz – heben wir ihn gemeinsam“, ist Saxes Wahlslogan wesentlich kürzer: „Weiter geht’s“. Wer von den Beiden die Stichwahl am 20.November gewinnt, tritt am 1. Mai 2012 das Amt des Bürgermeisters an und wird die Geschicke der Stadt bis 2018 lenken. In Lübeck ist der Bürgermeister auch gleichzeitig Finanzsenator, er legt den Haushalt vor. In seiner Amtsführung ist er von der Mehrheit der Bürgerschaft abhängig, derzeit hat dort Rot-Rot- Grün das Sagen. Das Bürgermeisteramt wird mit rund 9000 Euro im Monat vergütet.

Josephine von Zastrow

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