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Lübeck 120 Veranstaltungen beim Interkulturellen Sommer in Lübeck
Lokales Lübeck 120 Veranstaltungen beim Interkulturellen Sommer in Lübeck
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18:23 15.05.2018
Christiane Wiebe (v. l.), Farsaneh Samadi und Kathrin Weiher sowie Belén Amodia freuen sich auf den Interkulturellen Sommer. Quelle: Foto: W. Maxwitat

Ob beim persischen Kochabend, einer gemeinsamen Fahrradtour, einem Stadtrundgang in russischer Sprache, oder, oder, oder: Die Vielzahl an Veranstaltungen des Interkulturellen Sommers 2018 hält für jeden etwas Passendes bereit.

„Ich bin unglaublich froh, ein Teil der Veranstaltungsreihe sein zu dürfen“, so Kathrin Weiher, Senatorin für Kultur und Bildung, die zusammen mit Farsaneh Samadi, Mitgründerin und Vorsitzende des Vereins „Initiative für Mehrsprachigkeit“, die Schirmherrschaft des Interkulturellen Sommers 2018 übernommen hat. „Ich schätze insbesondere, dass deutsche und ausländische Kulturen bei der Veranstaltung auf Augenhöhe und im gegenseitigen Respekt zusammenkommen – und das bereits zum vierten Mal“, freut sich Senatorin Kathrin Weiher.

Der Interkulturelle Sommer bringe Menschen in der Hansestadt Lübeck zusammen und ermögliche ihnen Einblicke in fremde Kulturen und andere Weltanschauungen. „Das Thema Interkulturalität ist von hoher Aktualität“, berichtet Christiane Wiebe, Leiterin der Volkshochschule und Bürgerakademie Lübeck. Aus diesem Grund sei es wichtig, miteinander zu interagieren, sich füreinander einzusetzen. „Der Austausch mit anderen Ländern ist immer Teil unserer Stadtkultur gewesen. Der Interkulturelle Sommer setzt diese Tradition fort und bringt Menschen verschiedener Kulturkreise miteinander in Kontakt“, so Wiebe weiter.

Auch Farsaneh Samadi sieht das ähnlich: „Die Frage, wer den Heimatbegriff definieren darf, ist zurzeit viel diskutiert. Ich wohne seit 20 Jahren hier in Lübeck und fühle mich – auch wenn ich nicht hier geboren wurde – zu Hause. Ich hoffe, dass das jeder, ob aus Süddeutschland, Schweden oder Syrien, wenn er es denn möchte, über sich sagen kann.“ Zugleich thematisiert Samadi den Rechtsruck, dem sie sich auch im Namen des Interkulturellen Sommers entgegenstellen möchte. „Wir müssen diese Kraft schwächen und ihr positiv entgegentreten. Ich bin mir sicher, dass wir das schaffen können: Das Soziale steckt in Lübecks DNA.“

Zu den diesjährigen Höhepunkten des Interkulturellen Sommers zählen zwei Ausstellungen in der Kunsttankstelle, welche die Erfahrungen mit Flucht und Ankommen von Flüchtlingen darstellen. In einer weiteren Ausstellung bringt die japanische Schriftkünstlerin Yuriko Ashino Gedanken und Kunststile der abendländischen und asiatischen Kultur zusammen.

Das kostenfreie Programmheft liegt an vielen Stellen in der Stadt aus. Alle Veranstaltungen gibt es auch auf www.buergerakademie.luebeck.de

Auftaktveranstaltung zum Interkulturellen Sommer 2018

Zum Auftakt gibt es am 26. Mai von 10.45 bis 13.45 Uhr einen Bus- und Fahrradumzug nach Kücknitz und Schlutup. Los geht es bei den Media Docks mit einer kurzen Session „Lachyoga“ mit Dieter Müller. Um 11 Uhr geht es dann mit dem Bus in Richtung Kücknitz. Die Fahrradgruppe fährt währenddessen in Richtung Schlutup vor. Auch die Schirmherrinnen Kathrin Weiher und Farsaneh Samadi sind an den Stationen vor Ort. Es folgt ein kleines kulturelles Programm von Akteuren aus dem Stadtteil. Der Umzug endet an der MuK.

Auch auf eine große Herausforderung stimmen sich die Teilnehmer bereits ein: den größten Shantychor der Welt zu bilden.

Eine Radfahrergruppe des ADFC begleitet und belebt die Tour unter dem Motto „Velo for welcome“. Alle Menschen in Lübeck sind herzlich willkommen, im Bus oder an den Stationen dabei zu sein.

 Josephine Andreoli

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