Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Laubenbrände: Brandstifter im Visier?
Lokales Lübeck Laubenbrände: Brandstifter im Visier?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:00 24.03.2017
Mitte Februar fing es in der Anlage beim Schmiederedder an, dort rettete die Feuerwehr noch drei Hasen. Quelle: Holger Kröger
Kücknitz

Es brennt im Kücknitzer Kleingartenverein. Wieder und wieder. Zuletzt stand in der Nacht von Montag auf Dienstag eine vereinseigene Laube auf dem Hauptgelände an der Straße Farnstieg in Flammen. In allen Fällen schien Brandstiftung als Ursache mehr als wahrscheinlich. Jetzt bestätigt die Polizei, dass ein Verdächtiger in den Fokus der Ermittlungen gerückt ist.

Nach LN-Informationen handelt es sich um einen Mann, der bereits mehrfach in der Nähe der Laubenbrände in Kücknitz aufgetaucht ist; sowohl in geografischer als auch in zeitlicher Hinsicht. Selbst mitten in der Nacht soll der Mann nahe an den Einsatzorten der Feuerwehr gesehen worden sein – mal mit dem Fahrrad, mal beim Joggen.

Polizeisprecher Stefan Muhtz sagt dazu: „Es gibt einen Mann, dem bisher noch keine Tat nachgewiesen werden konnte, der sich aber dennoch verdächtig verhält.“ Er sei auch beim letzten Laubenbrand in der Anlage beim Farnstieg wieder im Umfeld des Brandortes aufgetaucht und habe in der Folge eine sogenannte Gefährderansprache durch die Beamten erhalten. „Das bedeutet letztlich, dass er ermahnt wurde“, sagt Muhtz. Und das auch nicht zum ersten Mal. „Der Mann hat außerdem eine Vorladung zur Vernehmung bekommen, bei der er sich zu den Gegebenheiten äußern kann“, berichtet der Polizeisprecher weiter.

Im Kücknitzer Kleingartenverein hofft man nun, dass sich die Brandserie bald aufklären und damit auch endlich beenden lässt. „Wir waren ja vorher schon beunruhigt, aber jetzt sind wir es natürlich erst recht“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Marion Hübner (51). Zumal vor dem letzten Brand gerade wieder etwas Ruhe eingekehrt war. „Vier Wochen lang war nichts passiert“, erinnert sich Hübner.

„Man hätte also glauben können, dass es vorbei ist.“

Das letzte Feuer – vor dem Brand in der Nacht von Montag auf Dienstag – wütete Mitte Februar in einer Laube in der Anlage Senator-Possehl-Park. Nur wenige Tage zuvor hatte die Feuerwehr zu zwei Bränden in der angrenzenden Anlage an der Straße Schmiederedder ausrücken müssen. Dort konnten die Einsatzkräfte aus einer Laube noch drei Hasen retten (die LN berichteten).

Ganz in der Nähe der Anlage beim Schmiederedder trauerten zudem die Mitglieder des Vereins Geschichtserlebnisraum Lübeck Anfang Januar um ein ausgebranntes Blockbohlenhaus. Da es in dem von Kindern gebauten Slawenhaus keinerlei Elektrik gab, hielt die Polizei Brandstiftung auch dort für wahrscheinlich. Ob dieses Feuer aber auch in Verbindung mit den Bränden in den Anlagen des Kleingartenvereins steht, ist noch unbekannt.

Luisa Jacobsen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige