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Lübeck Lebensträume in Lebensräumen
Lokales Lübeck Lebensträume in Lebensräumen
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23:35 19.08.2016
Vor einem Jahr wurde die Katharinenkirche bunt beleuchtet. Diesmal geht es dort ums Thema Askese. Spannende Mitmach-Aktionen und eine „ganz besondere Leere“ unter dem Motto „Wir versprechen nichts und halten alles“ sind hier zu erleben. Quelle: Fotos: Olaf Malzahn, Wolfgang Maxwitat
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Innenstadt

Ganz Lübeck kennt die Museumsnacht, für viele ist es ein Highlight im Spätsommer. Einiges ist auch schon Gewohnheitssache: die Eröffnung im Garten zwischen Grass- und Willy-Brandt-Haus, Abschlussfest zwischen Behnhaus und Overbeckgesellschaft oder – wie zuletzt – im Gewölbekeller des Buddenbrookhauses. Doch dieses Mal ist vieles anders. Unter dem Motto „Lebens(t)räume“ bietet die 16. Museumsnacht am Sonnabend, 27. August, etliche Überraschungen im Programm – Aktionen, die sich spontan entwickeln.

Lübecker Museumsnacht bietet am 27. August ein großes Programm und viele Überraschungs-Elementen.

Auch der Ort der Eröffnung ist neu: der Garten des Stadtpalais in der Schildstraße 12. „Sie findet auf speziellen Wunsch von Senatorin Kathrin Weiher hier statt“, sagt Helene Hoffmann, die seit Jahren mit Heide Klingelhöfer die Museumsnacht organisiert. Das Haus wird sich vorstellen, es gibt ein Gläschen Sekt, Führungen und einen ersten Einblick in die neu eingerichtete Artothek. Bei Einbruch der Dunkelheit werden open air nordische Kurzfilme gezeigt.

Das Buddenbrookhaus in der Mengstraße 4 bietet einerseits ein auf die Ausstellung „Fremde Heimat“ abgestimmtes Programm – wie eine musikalische Lesung aus Klaus Manns Exilroman „Der Vulkan“ durch Schauspieler Jörn Kolpe. Andererseits gestalten André Janssen als Christian Buddenbrook, Alrun Herbing als Toni und Jochen Weichenthal als Thomas die „Buddenbrooks am Boden“. Auch die Mengstraße 6, für den Erweiterungsbau vorgesehene Adresse, wird bespielt.

Im Günter-Grass-Haus wird die sportliche Seite des Nobelpreisträgers in Szene gesetzt – mit Boxkampf, Fechten und Ballett, dazu gibt es Lesungen aus entsprechenden Texten. „Sehr froh“ ist Heide Klingelhöfer, dass die Katharinenkirche wieder Spielort der Museumsnacht ist. Hier, in der einstigen Franziskanerkirche, dreht sich alles um Franz von Assisi und die Askese. Es gibt Führungen auch über den Hochchor der Kirche, eine spannende Mitmach-Aktion und am späten Abend „eine besondere Leere“, entwickelt von Knut Winkmann vom Theater Lübeck. Klingelhöfer und Hoffmann sind darauf bereits sehr gespannt. Auch was sich im Foyer der Kunsthalle abspielen wird, wissen sie nur ansatzweise. Dort gibt es zweimal am Abend eine „International Fashion Show“ mit Mitwirkenden aus arabischen und afrikanischen Ländern, die traditionelle Gewänder ihrer Heimat vorstellen. Schon die Vorbereitung sei, so Heide Klingelhöfer, „ein großer, spannender Prozess mit babylonischer Sprachenverwirrung“

gewesen. Nicht minder spannend dürfte auch die Klanginstallation durch Robert Stokowy sein, die er aktuell am Abend am Holstentor erschafft.

Natürlich sind auch bei der 16. Museumsnacht wieder zahlreiche Galerien vertreten. „Räume träumen“ heißt die Aktion, die die Gemeinschaft Lübecker Künstler an besonderen Orten – zum Beispiel im Parkhaus Hüxterdamm – organisiert.

Das komplette Programm liegt an vielen Orten in der Stadt aus. Die LN gestalten nächste Woche wieder eine Seite mit Programm und Kultur-Stadtplan.

Hier gibt es Tickets

Karten für die Museumsnacht kosten zehn Euro für Erwachsene, fünf Euro ermäßigt und für Kinder.

Erhältlich sind sie von Montag an täglich zwischen 10 und 17 Uhr im Grass-Haus, oder am Sonnabend, 27. August, von 14 bis 18 Uhr am Info- Stand unter den Karstadt-Arkaden. Ganz Spontane erhalten die Karten während der Museumsnacht in allen Museen (außer Katharinenkirche). Wer’s bequem mag, kann sie online unter www.luebeck-ticket.de ordern.

 Sabine Risch

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