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19:12 07.07.2017

„Mein Bauch gehört mir“ – mit dieser Kampagne fing alles an. Vor 40 Jahren protestierte der Lübecker Verein Frauen helfen Frauen erstmals in der Innenstadt für das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch. Seitdem haben die Frauen viel bewirkt. Am Freitagnachmittag versammelten sich die Vereinsmitglieder vor dem Rathaus, um das zu feiern, was sie über die Jahre hinweg für die Frauenbewegung erreicht haben.

Sie kämpfen für Frauenrechte: Gisela Jannsen, Gigi Hailesmicael, Anke Koch, Gabriele Hiller-Ohm und Susan Al-Sahili (v. l.). Quelle: Foto: Saskia Bücker

So erinnert sich Anke Koch, die seit 1980 dabei ist: „Damals gab es in Lübeck noch kein Frauenhaus, kein Frauenbüro, kein Frauenkommunikationszentrum. Rechtlich ist inzwischen vieles geklärt, aber es wird noch einige Zeit andauern, bis Frauenrechte in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit werden.“ Frauenrechte provozierten in Deutschland und der Welt auch heute noch. In der täglichen Arbeit klärt der Verein auf: Welche Rechte haben Frauen? Wie können etwa Mädchen in Flüchtlingsunterkünften vor Gewalt geschützt werden? Der Verein bietet zu diesen Themen regelmäßige Fortbildungen an, seit einiger Zeit vermehrt für Frauen mit Migrationshintergrund. „Viele Menschen, die zu uns kommen, wissen gar nicht, wie das hier alles funktioniert“, sagt Susan Al-Salihi. Die 38-Jährige kommt aus dem Irak und lebt seit sieben Jahren in Lübeck. „Ich komme selbst aus einer Kultur, in der es keine Anlaufstellen für bedrohte Frauen gibt“, sagt Al-Salihi. Seit einem Jahr arbeitet sie deshalb im Verein mit.

Beim Jubiläumstreffen ist auch die Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD) mit einer Rede vertreten. Sie zitiert eine polizeiliche Kriminalstatistik: „Allein 2015 wurden in Deutschland insgesamt 127457 Personen Opfer von Partnerschaftsgewalt, davon knapp 82 Prozent Frauen.“ Gewalt gegen Frauen sei auch heute ein großes Thema.

sbu

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