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Lübeck Leukämiekranke Vanesa: Rückschlag in der Behandlung – jetzt geht das Geld aus
Lokales Lübeck Leukämiekranke Vanesa: Rückschlag in der Behandlung – jetzt geht das Geld aus
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12:11 12.11.2011
Hoffen auf Spenden: Die dreijährige Vanesa Leahu mit ihrer Mutter Vera (28). Quelle: Maxwitat
Lübeck

Regine Hoffmann ist inzwischen so etwas wie eine zweite Mutter für Vanesa. Gemeinsam mit der 42-jährigen Mitarbeiterin des Ronald McDonald Hauses malt die Dreijährige ein Bild – Sonne, Blumen und ein Haus. Wie ein ganz normales Kind.

Doch noch vor zwei Wochen wäre das nicht möglich gewesen. Unerwartete Komplikationen hatten dem kleinen Mädchen zugesetzt. Vanesa erkrankte an einer gefährlichen Sepsis, dazu noch an einer Darmverschlingung. Einen Monat litt die Kleine Schmerzen, konnte kaum Essen.

Mittlerweile hat sich Vanesa zwar wieder erholt, doch die Erkrankung bremste die Fortschritte im Kampf gegen die Leukämie aus, an der das moldawische Mädchen noch immer leidet. Ursprünglich sollte die Chemotherapie Ende Dezember abgeschlossen sein, nun wird sich die Behandlung bis in den Januar hinziehen. Fast ein Jahr lang lebt die Familie Leahu aus Moldawien dann im Ronald McDonald Haus. Die Unterbringung dort wird von der Lübeck-Hilfe für krebskranke Kinder bezahlt.

In der Silvesternacht 2010 hatte Vanesa hohes Fieber bekommen, die Eltern brachten sie ins Krankenhaus. Dort die niederschmetternde Diagnose: Leukämie. Die Ärzte in Moldawien machten den Eltern keine Hoffnung. Doch die wollten sich nicht mit dem Tod ihrer Tochter abfinden. Sie verkauften ihr gesamtes Hab und Gut, liehen sich Geld von Verwandten und kamen nach Deutschland.

Hier, am UKSH in Lübeck, konnten die Ärzte dem Mädchen helfen. Auch Dank der Hilfsbereitschaft vieler LN-Leser: Rund 60 000 Euro für die Behandlung der Kleinen sind bisher gespendet worden. Doch obwohl das UKSH nicht einmal die tatsächlichen Kosten der Behandlung berechne, wie UKSH- Sprecher Oliver Grieve betont, reicht das Geld nicht aus. „Die Chemotherapie ist im Januar zwar abgeschlossen, doch im Anschluss ist bis Ende 2012 eine medikamentöse Nachbehandlung erforderlich“, erzählt Mutter Vera Leahu.

„Wir gehen weiter davon aus, dass Vanesa wieder ganz gesund werden kann“, sagt UKSH-Sprecher Grieve. „Aber für den Behandlungserfolg ist es nötig, dass Vanesa noch ein Jahr hier in Lübeck beobachtet und behandelt wird.“

Das Problem: Damit die Aufenthaltsgenehmigung für die Familie verlängert wird, muss die Finanzierung der Behandlung gesichert sein. Geld, das die Familie nicht hat. Deshalb bitten die Leahus erneut um Spenden. „Wir sind den Menschen, die bisher gespendet und uns unterstützt haben, unendlich dankbar. Aber wenn die weitere Behandlung nicht bezahlt werden kann, war alles umsonst.“

Wünsche für die Weihnachtszeit hat die Familie keine. Nur, dass Vanesa wieder ganz gesund wird. „Es ist wirklich bewundernswert, mit welcher Kraft und Ausdauer die ganze Familie diese Situation meistert“, zollt Kathrin Kahlcke-Beall, Leiterin des Ronald McDonald Hauses, Respekt.

Spendenkonto: Kontoinhaber Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kontonummer 872 08 15, Deutsche Bank Lübeck, Bankleitzahl 230 707 10; Betreff: „Hilfe für Vanesa“, Finanzschlüssel F372542.

Herbert Glass

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