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Lübeck „Lichtmomente“ von Schülern
Lokales Lübeck „Lichtmomente“ von Schülern
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18:22 24.06.2017
Diskutieren über Melinas Jungen-Porträt: die 16-jährigen TMS-Schülerinnen Seide Noffke (l.) und Melina Petala. Quelle: Foto: Sabine Risch
Innenstadt

So voll und so warm dürfte es in der Galerie „Schmuck Form Kunst“ von Dieter Zellweger wohl noch nie gewesen sein: Mehr als 20 Schülerinnen und Schüler aus dem Ästhetischen Profil der Thomas-Mann-Schule, Freunde, Eltern und andere Interessierte, alles in allem rund 60 Menschen, drängten sich in den kleinen, feinen Räumen der Galerie.

Unter dem Motto „Licht momente“ hatten die Kunstschüler von Ingo Bruweleit mit Ölfarben experimentiert und gearbeitet. Jetzt stellen sie ihre Porträts, Landschaften und Stillleben erstmals aus. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Emanuel Groß (13) und Nastasja Hartkop (16) am E-Piano.

Der erst 30-jährige Kunstlehrer Bruweleit, der selbst im April bei Zellweger erstmals seine Arbeiten ausgestellt hatte, scheint sein selbst gestecktes Ziel zu erreichen – nämlich Schüler für Kunst zu begeistern. „Ohne Sie, Herr Bruweleit“, sagt Hannes Rothbauer (18) stellvertretend für seine Mitschüler, „wären wir heute nicht hier.“ Der Pädagoge habe sie gelehrt, zu sehen, zu fühlen und zu verstehen. „Wir haben viel über die alten Meister gelernt, aber wir haben die Möglichkeit, unser eigenes Ding zu machen.“ Und Bruweleit ist stolz auf seine Schüler: „Ich war glücklich zu beobachten, wie viele von euch die verschiedenen Nuancen der Farben austariert haben. Ihr habt Farben verwendet, die man zunächst nicht vermutet, die aber in den Motiven vorhanden sind, denn jeder Schatten besteht aus Violett, Grün und Blau, wenn man genau hinsieht.“

Auch in dem Jungen-Porträt von Melina Petala (16) ist die – für Laien – ungewöhnliche Farbwahl zu sehen. Grün hat sie für die Schatten um Augen und Nase des Jungen verwendet, der Ähnlichkeit mit ihrem Bruder hat. Doch gerade durch das Grün wirkt das Gesicht sehr ausdrucksstark. „Ich habe im Unterricht gelernt, dass man viele Farben braucht“, sagt Melina, die quasi jeden Tag an ihrem Bild weitergemalt hat. Kleine Ungenauigkeiten hat sie bewusst so gelassen und nicht nachgebessert, schließlich sei das Ganze ja ein Lernprozess. Und der hat Erstaunliches hervorgebracht.

Keine alten Meister, sondern junge Meister, die ihre Fähigkeiten in den nächsten zwei Schuljahren sicher noch verbessern werden.

Zu sehen sind die Arbeiten der TMS-Schüler noch bis zum 1. Juli bei „Schmuck Form Kunst“, Breite Straße 60 (Eingang Mengstraße), Montag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, Sonnabend bis 16 Uhr.

sr

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