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Lübeck Lichttest für den neuen Leuchtturm geglückt
Lokales Lübeck Lichttest für den neuen Leuchtturm geglückt
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23:55 14.11.2013
Nautiker Jens Leisner peilt von Bord das Licht der Bake an. Quelle: Maxwitat
Travemünde

Erfolgreicher Abschluss für den neuen Leuchtturm in Travemünde. Um das Licht zu testen, ist das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) gestern auf See hinausgefahren. Denn zur modernen Technik gehört auch die elektrisch betriebene Laterne des Leuchtfeuers, die eine rote Seite Richtung Strand und eine grüne Seite Richtung Trave hat. „Beim Einfahren des Feuers“ mussten die Fachleute nun kontrollieren, an welcher Position auf See das rote oder grüne Licht zu sehen ist.

Die exakte Ausrichtung wird anhand der Seekarte überprüft. Rot signalisiert den Seeleuten zur Strandseite hin „Hier nicht weiter“ — und Grün bedeutet zur Traveseite „Da geht es lang“. Allerdings leuchtet das Licht nicht pausenlos, es ist eine Sekunde dunkel und drei Sekunden hell. Während das Leuchtfeuer auf dem Hotel Maritim weiter entfernten Schiffen den Weg weist, ist die Bake für den „Nahverkehr“ zuständig.

Für das Einfahren des Feuers fahren die Nautiker des WSA mit dem Seezeichenmotorschiff „Seeadler“ auf die dunkle Ostsee hinaus. Zum Glück ist es fast windstill und das Wasser ruhig: perfekt für die Messung. Schiffsführer Dirk Schult steuert an der Bake vorbei, bis deren Lichter und die Ufer-Silhouette nur noch als Punkte zu sehen sind. „Je näher wir dran sind, desto ungenauer wird es“, erklärt Chefnautiker Jens Leisner. In etwa 1300 Meter Entfernung vom Ufer geht er zum Bug des Schiffes und schaut durch eine Peilvorrichtung zum Leuchtfeuer. Auf der Brücke steuert Schult per elektronischer Seekarte derweil die imaginäre Linie an, auf der das Leuchtfeuer von Rot auf Grün wechselt. „Noch zehn Meter“, ruft Schult, dann peilt der Chefnautiker die Bake an, schaut auf den Kompass und ruft:

„Passt!“ Auch Projektleiter Thomas Meiburg ist zufrieden. Jetzt ist die Nordermolenbake perfekt.

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