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Lübeck Nach Lkw-Unfall mit explodierenden Gasflaschen: Asphalt muss repariert werden
Lokales Lübeck Nach Lkw-Unfall mit explodierenden Gasflaschen: Asphalt muss repariert werden
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16:36 13.06.2018
Der Lkw brannte stundenlang, nachdem mehrere Gasflaschen explodiert waren. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Die Löscharbeiten dauerten Stunden, der Lkw brannte auch am späten Nachmittag noch. Den Unfallhergang schilderte ein Polizeisprecher so: Ein Sattelzug, beladen mit Baustoffen, sei auf der  A20 auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Bad Segeberg gefahren. 

An der Unfallstelle fanden zur Unfallzeit Bauarbeiten am rechten Fahrbahnrand statt. Hierfür stand ein Absicherungsanhänger auf dem rechten Fahrstreifen. Der Anhänger war an einen Lkw angekoppelt. Dieser Lkw hatte Gasflaschen geladen. Auf dem Standstreifen neben diesem Lkw-Zug war noch ein Pkw abgestellt.

Eine Person schwer, eine leicht verletzt

"Der Fahrer des Sattelzuges fuhr aus bislang ungeklärter Ursache in den Absperranhänger hinein", sagte der Sprecher. "Durch den Unfall wurde der Lkw mit den Gasflaschen gegen die Mittelleitplanke geschleudert, fing sofort Feuer und kam auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen."

Klicken Sie hier, um weitere Eindrücke von dem Lkw-Unfall auf der A20 zu sehen, bei dem am Dienstag mehrere Gasflaschen explodiert sind.

Der Sattelzug sei quer auf der Leitplanke zwischen der Durchgangsfahrbahn und dem parallel verlaufenden Abzweiger zum Stehen. Der Fahrer des Sattelzuges sei nach ersten Informationen leicht verletzt worden.

Der Pkw neben dem Absperranhänger sowie die Sattelzugmaschine hätten dann ebenfalls Feuer gefangen. In dem Pkw habe sich keine Person befunden. 

Bei dem Fahrer der Sattelzugmaschine handelt es sich laut Polizei um einen 27-jährigen Mann aus Buxtehude. "Dieser wurde entgegen ersten Meldungen schwer verletzt mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Fahrer des Lkw-Zuges mit den Gasflaschen wurde mit dem Rettungshubschrauber ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert. 

Vollsperrung der A20 in beide Richtungen - Umweltschäden befürchtet

Die Autobahn 20 wurde in beide Richtungen voll gesperrt. "Die Sperrung wird voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern", sagt der Sprecher gegen 16 Uhr. Um 20 Uhr war zumindest die Fahrbahn Richtung Osten wieder frei.

Ein Mitarbeiter der Wasserbehörde ist vor Ort, um mögliche Umweltschäden, entstanden durch auslaufende Betriebsstoffe, zu bewerten. Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Lübeck wurde für die Unfallaufnahme ein Gutachter hinzugezogen. Dieser hat mit der Arbeit begonnen.

Verkehrschaos in Lübeck

Wegen der Sperrung schien auch der Verkehr im Lübecker Stadtbereich noch schlechter zu fließen als sonst um diese Uhrzeit. 

"Der Moislinger Berg ist komplett dicht in Richtung stadtauswärts", sagt LN-Reporterin Josephine von Zastrow am frühen Abend, "die Moislinger Allee ebenso, weil alle Autofahrer in den Moislinger Berg einbiegen wollen - sowohl aus Richtung Stadt als auch aus Richtung Herrenholz." Zudem gibt es Stau in der Moislinger Allee in Richtung Lindenteller - wegen der Baustelle.

Bei der Verkehrsanalyse von Google Maps sind fast alle Hauptverkehrsadern Lübeck orange oder rot - das bedeutet: Viel Verkehr.

Der Verkehr in Lübeck läuft zäh (Stand: 16.45 Uhr). Quelle: Google Maps

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