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Lübeck Lorenzen-Areal: Neubau muss flacher werden
Lokales Lübeck Lorenzen-Areal: Neubau muss flacher werden
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21:13 30.06.2017

Eine volle Tagesordnung musste die Bürgerschaft am Donnerstag abarbeiten. Die wichtigsten Entscheidungen:

Neubau am Lindenteller muss schrumpfen

Der geplante Neubau auf dem Areal des ehemaligen Autohauses Lorenzen am Lindenteller darf nicht so hoch werden. Das hat die Bürgerschaft mit den Stimmen von SPD, GAL, Grünen und Linken beschlossen. Damit heben die Politiker einen Beschluss des Bauausschusses auf. Der hatte ein Gebäude mit bis zu 29 Metern Höhe erlaubt. Das wären elf Meter höher, als es das Baurecht vorsieht.

Jetzt darf das Gebäude maximal 22 Meter hoch gebaut werden. „Wir haben Kontakt zu Icomos aufgenommen“, sagt Carl Howe (GAL). Die Wächter über das Unesco-Welterbe meinen: „Die Baukörper nehmen keine angemessene Haltung gegenüber dem Welterbe ein.“ Die CDU ist anderer Ansicht. „Der Beschluss ist unerhört“, sagt Burkhart Eymer, Vorsitzender des Bauausschusses. Der Fassadenwettbewerb sei fast abgeschlossen. „So geht man nicht mit Investoren um.“ Es geht um 1,4 Hektar an der Fackenburger Allee. Das Areal ist seit Jahren ein Schandfleck. Investor Heinz Besser hat das Grundstück 2010 gekauft. Geplant ist ein Millionen-Investment und der Bau eines Wohn- und Geschäftshauses.

Keine Gespräche mit Kleingärtnern

Die Bürgerschaft will nicht, dass die Stadt weiter mit dem Kleingartenverein Mühlentor verhandelt. Die Laubenpieper haben die Pläne der Stadt abgelehnt. Die will einen Teil des Kleingarten-Areals nahe dem Hochschulstadtteil in Bauland verwandeln. Darüber wollte sie weiter mit den Kleingärtner verhandeln. Das hat die Bürgerschaft jetzt unterbunden – einstimmig. Denn: Grundsätzlich sei es okay, wenn die Stadt aus Kleingärten neues Bauland macht. Aber nur wenn die Laubenpieper einverstanden sind.

Leihräder für Lübecker

Bericht zum Fahrradverleihsystem: Die Politiker wollen, dass es in Lübeck ein Verleihsystem der Drahtesel gibt wie in anderen Städten auch. Daher fordern sie einen Bericht der Verwaltung, der zeigt, wie das gehen soll. Er soll im November vorliegen. 2019 soll ein Fahrradverleihsystem starten.

Neues zur Travepromenade

Offenbar fühlen sich die Politiker in Sachen Travepromenade nicht richtig informiert. Sie wollen nun einen Bericht zum Umbau. Vor allem wollen sie wissen, wie die Absprachen mit den Veranstaltern der Travemünder Woche sind. Die Stadt soll außerdem dafür sorgen, dass nach dem Umbau der Promenade genauso viele Parkplätze vorhanden sind wie vorher. Zudem soll aufgefächert werden, wie viele Fördergelder für die 7,7 Millionen Euro teure Flaniermeile eingesammelt wurden.

Mietverträge für die Herreninsel

Die Stadt soll Mietverträge mit den Herreninsel-Bewohnern abschließen. Das mahnt die Bürgerschaft erneut an. Bis zum 15. Juli sollen die Bewohner die Verträge erhalten. Außerdem sollen auch die freien Parzellen an das neue Entwässerungssystem angeschlossen werden. Die Stadt soll die Kosten dafür tragen.

jvz

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