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18:17 24.12.2015
Lübeck war um 1500 Zentrum der Kunstproduktion in Nordeuropa. Die Ausstellung zeigt 100 Objekte dieser Zeit. Quelle: Fotos: Wolfgang Maxwitat

Strahlend hält Heide Jähncke den großen Ausstellungskatalog von „Lübeck 1500“ in den Händen. Das Präsent wurde der 75-Jährigen kurz zuvor von Professor Hans Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen, Thorsten Rodiek, Leiter der Kunsthalle St. Annen, und Ausstellungskurator Jörg Rosenfeld überreicht.

Die Rentnerin aus Neustadt war am Dienstag der 15000. Gast der Jahrhundertausstellung „Lübeck 1500. Kunstmetropole im Ostseeraum“, die noch bis Sonntag, 10. Januar, im Museumsquartier St.

Annen zu sehen ist. Seit dem 20. September läuft die Schau, bei der rund 100 Exponate aus der Zeit von 1470 bis 1540 gezeigt werden. Sie gelten als die letzte Blüte hansestädtischer Kulturproduktion vor der Lutherischen Reformation. Damals war Lübeck nicht nur führende Hansestadt, sondern die unangefochtene Kunstmetropole im gesamten Ostseeraum.

Rund die Hälfte der präsentierten Altarretabel, Skulpturen, Gemälde und Goldschmiedearbeiten gehören heute zur festen Sammlung des St. Annen-Museums. Mit den bisherigen Besucherzahlen sei man zufrieden, wie Wißkirchen erklärt: „Natürlich spricht eine Ausstellung mit Kunst des 20. Jahrhunderts mehr Besucher an“, so der Museumsdirektor. „Aber wir haben europaweit eine breite, positive Presse-Resonanz sowie zahlreiche begeisterte Besucherstimmen erhalten.“ Auch in Fachkreisen habe man wichtige wissenschaftliche Impulse setzen können.

Eine Verlängerung der Schau ist aufgrund der wertvollen Leihgaben aus anderen europäischen Museen und Sammlungen ausgeschlossen. Mit ihrer Laufzeit von vier Monaten liegen die bisherigen Besucherzahlen von „Lübeck 1500“ im Vergleich zu anderen Sonderausstellungen des Hauses eher im Mittelfeld. So erreichte „Welten entdecken“ von 2011 mit einer Laufzeit von 20 Wochen insgesamt 19700 Besucher, 2013 sahen 14600 Kunstinteressierte die Jubiläumsschau „Emil Schumacher - Beseelte Materie“ (Laufzeit vom 5. Mai bis 8. September). „Natalja Gontscharowa“ (2010) lockte um die 20000 Besucher in die Ausstellungsräume.

In den kommenden Wochen hoffen die Ausstellungsmacher noch auf weitere Besucher. „Lübeck 1500 ist am zweiten Weihnachtstag wieder geöffnet“, sagt Hans Wißkirchen. Für Jörg Rosenfeld, der die Ausstellung als einer von zwei Kuratoren gestaltet hat, zählt dabei vor allem die Zustimmung der Besucher. Auch er hat zahlreiche der bisher über 200 Führungen durch die Jahrhundertschau geleitet. „Die mittelalterliche Bilderwelt ist heute vielen nicht mehr präsent“, so der Kunsthistoriker. In den Führungen habe er die Bildthemen daher bei Bedarf auch aus einer nicht-wissenschaftlichen Perspektive erklärt. Rosenfeld: „Dann kam oft das ,Aha-Erlebnis‘, die Besucher hatten große Lust, mehr zu erfahren.“

Viele hätten sich anschließend auch gleich eine Jahreskarte für das Museumsquartier gekauft. „Die Kunstsammlungen der Altstadtinsel stehen den überregionalen Museen und Sammlungen in ihrer Qualität und Bedeutung in nichts nach“, sagt Jörg Rosenfeld.

Letzte Chance
Die Ausstellung läuft noch bis einschließlich Sonntag, 10. Januar 2016, im Museumsquartier St. Annen. Gezeigt werden 100 hochkarätige Exponate. Auch die großen Lübecker Kirchen sind mit ihren Kunstschätzen Teil des Ausstellungsprojektes.
Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Heiligabend und am ersten Weihnachtstag sowie an Silvester ist das Museumsquartier geschlossen. Am zweiten Weihnachtstag öffnet die Ausstellung wieder ihre Türen.
Erwachsene zahlen zehn und ermäßigt acht Euro, Kinder können sich die mittelalterlichen Kunstschätze für vier Euro anschauen. Mehr Informationen gibt es unter:
http://museumsquartier-st-annen.de/de/1271/die-ausstellung.html

Katrin Diederichs

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