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Lübeck Beschuldigter der Bus-Attacke von Kücknitz schweigt
Lokales Lübeck Beschuldigter der Bus-Attacke von Kücknitz schweigt
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21:17 31.07.2018
In diesem Bus ereignete sich der Vorfall. Quelle: Maxwitat
Kücknitz/Lübeck

„Er hat weiterhin noch keine Einlassungen zu den Beweggründen seiner Tat gemacht“, sagt die Oberstaatsanwältin gestern auf LN-Anfrage. Die Ermittlungen liefen jedoch „unter Hochdruck“.

Es gehe darum, festzustellen, was Ali Ds. Beweggründe für die Attacke im mit 50 Fahrgästen besetzten Bus der Linie 30 gewesen seien. Vernehmungen, Durchsuchungen – die übliche Vorgehensweise nach einer solchen Tat. Früher, deutet Hingst an, habe es Tagebücher gegeben, denen man sich anvertraut habe, heute gehe es eher darum, Computer und Handys zu überprüfen.

Nachbarn und auch der Vater des Tatverdächtigen hatten den 34-Jährigen als „psychisch auffällig“ beschrieben. Aber: „Noch gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass er bei Tatbegehung schuldunfähig war“, sagt Hingst. Deshalb sitze Ali D. auch nach wie vor in der Justizvollzugsanstalt. Allerdings wolle man im Zuge der Ermittlungen einen psychiatrischen Gutachter hinzuziehen. Nur sei es derzeit nicht so einfach, auf die Schnelle einen geeigneten Gutachter zu finden. Zum einen wegen der Ferien, zum anderen, weil man das auch mit der Verteidigung des Beschuldigten abstimmen müsse. Das sei sinnvoll, so Hingst, denn ansonsten rate der Verteidiger seinem Mandanten, gegenüber dem Gutachter zu schweigen.

Während die Ermittlungen unter Hochdruck weiterlaufen, sind inzwischen alle Verletzten aus dem Krankenhaus entlassen worden. „Nach meinem Kenntnisstand auch der junge Niederländer“, so Hingst.

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sr

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