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Lübeck Einkaufszentrum: Noch mehr Leerstand?
Lokales Lübeck Einkaufszentrum: Noch mehr Leerstand?
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22:14 29.11.2018
Stadtteilkonferenz im Familienzentrum Lübeck-Buntekuh, Bürgermeister Jan Lindenau (SPD, stehend), sitzend, v. r.: Senatoren Kathrin Weiher, Ludger Hinsen, Sven Schindler, Joanna Hagen. Quelle: Hanno Kabel
Lübeck

Das Einkaufszentrum Buntekuh war eines der Hauptthemen der Stadtteilkonferenz, zu der Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) ins direkt gegenüber gelegene Familienzentrum an der Korvettenstraße geladen hatte. Am Rande des Treffens wurde bekannt: Mehreren Mietern hat der Braunschweiger Eigentümer Detlev Hanuschk die Verträge gekündigt.

Das Einkaufszentrum an der Korvettenstraße ist seit Jahren von Leerstand geprägt. Anfang des Jahres verkündete der Investor in den LN, dass er es abreißen und neu bauen lassen wolle. Wenige Monate später legte er diesen Plan auf Eis, weil der Edeka-Konzern es abgelehnt hatte, anstelle des 2014 geschlossenen Sky-Markts dort einzuziehen. Sozialsenator Sven Schindler (SPD) gab auf der Stadtteilkonferenz ein Gespräch mit dem Eigentümer Detlev Hanuschk aus Braunschweig wieder, in dem dieser zugesichert habe, dass er an dem Einkaufszentrum an diesem Standort festhalte – mit der Apotheke Buntekuh und der Fahrschule Ohrt und weiteren, nicht näher benannten neuen Geschäften.

Die Fahrschule hat allerdings – ebenso wie der Kiosk Presse Frahm, der Friseursalon Susannes Haarmoden und die Fahrschule Ohrt – den LN bestätigt, dass ihr Mietvertrag gekündigt worden sei. Thorsten Scheel, Inhaber der Fahrschule, sagte den LN, er habe eine Kündigung erhalten, zugleich aber die mündliche Zusicherung, er könne so lange bleiben, bis sich beim Einkaufszentrum etwas ändere. Der Friseursalon wird nach Aussage der zukünftigen Inhaberin Jacqueline Thater in ein Geschäft am Roten Löwen umziehen. Der Kiosk wird nach LN-Informationen endgültig schließen.

Zu der Stadtteilkonferenz waren etwa 120 überwiegend ältere Besucher gekommen. Es war die zweite Veranstaltung in diesem von Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) geschaffenen Format. Das zweite große Thema war die geplante Reihenhaus-Bebauung auf dem Grundstück des abgerissenen Pinassen-Hochhauses. Vorgestellt hatte die Stadt das Projekt schon im vergangenen Jahr. Dass die Planung länger dauert als geplant, erklärte Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos) mit Engpässen beim Angebot externer Experten: „Wir bekommen zunehmend Schwierigkeiten, die entsprechenden Planer und Gutachter zu bekommen.“

Noch keine näheren Auskünfte gab es zum Gelände des abgerissenen Sellschopp-Hauses an der Moislinger Allee. „Es gibt noch keinerlei Konzept“, sagte Hagen. „Wir sind da mit dem Eigentümer im Austausch.“

Die Planerin Katharina Belchhaus aus der Bauverwaltung erläuterte die für 2019 vorgesehene Neugestaltung der Fregattenstraße: Die Radwege sollen – ähnlich wie schon jetzt in der Innenstadt auf der Kanalstraße und An der Untertrave – auf die Fahrbahn verlegt werden. Die Parkplätze der Autos werden dorthin verlegt, wo jetzt die Fahrradwege verlaufen. Das diene der Verkehrssicherheit.

Nach Auskunft von Bildungssenatorin Kathrin Weiher (parteilos) liegt die Kita-Dichte in Buntekuh zurzeit unter dem Durchschnitt der Stadt. Geplant sei neben dem angekündigten Kita-Neubau am Pinassenweg eine weitere Kita-Gruppe am Hudekamp. Die Kita an der Klipperstraße werde im April 2019 in ihren Neubau einziehen. Für den Jugendtreff, der zurzeit im ehemaligen Aldi-Markt am Pinassenweg untergekommen ist, suche die Stadt einen neuen Standort.

Aus dem Publikum wurde das Thema Ärzteversorgung zur Sprache gebracht. Bürgermeister Lindenau erkannte das Problem an, dämpfte aber die Erwartungen: „Die Einflussmöglichkeiten der Stadt sind äußerst begrenzt.“ Die Entscheidung darüber fälle die Kassenärztliche Vereinigung. Und die betrachte die gesamte Stadt als ein zusammenhängendes Versorgungsgebiet. Die Versorgung einzelner Stadtteile spiele bei der Zuteilung keine Rolle.

Hanno Kabel

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