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18:10 29.09.2018
Julius Steinmetz, Geschäftsführer bei Dramburg & Hertwig, feiert das 150-jährige Jubiläum seines Familien-Unternehmens. Quelle: Rüdiger Jacob
Innenstadt

Ein Traditionsunternehmen feiert 150-Jähriges: Seit 1868 hat Dramburg und Hertwig – einst in Stettin als Getreidebrennerei, Sprit- und Likörfabrik gegründet – einen Namen in der Gastronomie. Seit 1957 hat das Unternehmen auf dem Grundstück des ehemaligen Schabbelhauses seinen Sitz in Lübeck.

Nur mühsam rangiert einer der großen Lkws auf dem Hof des Unternehmens. Überall türmen sich Getränkekisten, und es ist kaum noch Platz für parkende Mitarbeiterautos oder den Gabelstapler. Hinzu kommt die Lübecker Verkehrssituation mit den vielen Baustellen, die den Fahrern von Dramburg und Hertwig zu schaffen machen. Bislang hat das vor 150 Jahren gegründete Unternehmen Lübecks Herzen die Treue gehalten. „Doch auf so beengtem Raum kann es nicht weitergehen“, sagt Julius Steinmetz, Inhaber und Geschäftsführer der Firma. Der 28-Jährige plant, den Sitz des Unternehmens in eines der hiesigen Gewerbegebiete auszulagern. Immer im Sommer stoße der Getränkelieferant an seine maximalen Kapazitäten, könne keine neuen Kunden mehr annehmen. „Im Raum steht eine Planung, unseren Betrieb auszulagern“, sagt Steinmetz. „Dazu gehört ein effektiv zu führendes, ausreichend großes Lager“, so der Geschäftsführer. „Natürlich haben wir in der Mengstraße mit einem alten Kaufmannshaus einen tollen Standort mit großer Kundennähe, aber auf Dauer lässt er sich hier nicht halten.“

Die Mengstraße 30-36 mit dem alten Schabbelhaus auf einer historischen Aufnahme. Quelle: Dramburg & Hertwig
Der Unternehmenssitz heute. Quelle: Sabine Risch

Egal, wo es einmal hingeht mit dem Lager und der Verwaltung: „Die Nähe zu den Kunden werden wir natürlich behalten“, verspricht Steinmetz, der sich an den Wochenenden und nach Feierabend nicht zu schade ist, unerwartete Getränkebestellungen auszuliefern. Aber was macht Dramburg und Hertwig eigentlich genau? „Zu den Schwerpunkten zählt die Belieferung der Gastronomie mit Getränken“, sagt Julius Steinmetz. So düst ein großer Lkw nach Bayern, um die begehrten Weißbiere nach Lübeck zu holen. „Früher, zu Zeiten meines Vaters, sind wir sogar bis nach Frankreich und Italien gefahren“, sagt Steinmetz. „Beliefert werden aber auch soziale Einrichtungen wie Altenheime, Kliniken, Büros, Praxen und Privatkunden.“

Speziell für das Gewerbe mit Gastrobezug pflegt das inhabergeführte Familien-Traditionsunternehmen in der jetzt dritten Generation eine „tiefe Beratung“, wie Steinmetz erklärt. Das heißt, Gastronomen oder Existenzgründer, die einen geeigneten Standort suchen oder ein neues Konzept darstellen wollen, werden von Steinmetz beraten und bei ihren Unternehmungen begleitet. Und so hat sich Dramburg und Hertwig auch auf diesem Gebiet einen Namen in der Region gemacht. Steinmetz setzt auf „hanseatische Werte“, wenn er Neulinge in der Branche berät und betreut. „Dazu gehört auch, Existenzgründern die realistische Wirtschaftlichkeit ihrer Idee aufzuzeigen“, sagt Steinmetz.

Es gibt eine kleine Hausmarke, die vor allem zu Zeiten des Großvaters von Julius Steinmetz, Ludwig Max Steinmetz, florierte: Den Burgwart-Sekt. Bis heute gilt: „Wir versuchen, alle gewünschten Spezialitäten zu besorgen“, sagt Julius Steinmetz.

Tipp: Der Ausbildungsbetrieb, der derzeit 15 Mitarbeiter, darunter Lkw-Fahrer, Groß- und Außenhandelskaufleute, beschäftigt, sucht noch Nahverkehrs-Fahrer.

Rüdiger Jacob

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