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Lübeck Schlägerei in der Sandstraße
Lokales Lübeck Schlägerei in der Sandstraße
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16:19 27.11.2018
Bei der Schlägerei in der Sandstraße soll auch ein Messer im Einsatz gewesen sein -  zwei Personen wurden verletzt. Quelle: Holger Kröger
Innenstadt

Große Schlägerei am Montag um 17.30 Uhr in der Lübecker Sandstraße: Bei einer Auseinandersetzung vor einem Bekleidungsgeschäft sind mindestens zwei Personen verletzt worden. Auch ein Messer soll bei den Kampfhandlungen im Spiel gewesen sein. Zeugen meldeten der Polizei, dass fünf bis sechs Personen in Streit geraten waren.

„In der Sandstraße trafen die Beamten dann noch einen 48-Jährigen und eine 56-Jährige an. Der Mann gab an, dass es mit dem Tatverdächtigen zunächst eine verbale Auseinandersetzungen gegeben hatte, in deren Folge er geschubst wurde, zu Boden fiel und einen Faustschlag ins Gesicht erhalten hatte“, berichtet Polizeisprecher Stefan Muhtz.

56-Jährige wollte schlichten und wurde offenbar ins Gesicht getreten

Die 56-jährige Frau wollte den Streit schlichten und fiel dabei ebenfalls zu Boden. Sie gab an, daraufhin Fußtritte ins Gesicht bekommen zu haben. Zudem soll der Täter mit einem Messer herumgefuchtelt, dies aber nicht eingesetzt haben. Der Mann soll anschließend in Richtung Mühlenstraße geflüchtet sein. Die beiden Verletzten wurden vor Ort ärztlich versorgt. Eine weitere Behandlung lehnten sie jedoch ab.

Klicken Sie hier, um weitere Bilder von dem Polizeieinsatz zu sehen, der sich am Montagnachmittag in der Sandstraße in Lübeck ereignete.

Die Polizei war mit insgesamt neun Streifenwagen im Einsatz. Aufgrund der guten Beschreibung konnte der 26-jährige Tatverdächtige im Bereich der Straße „An der Mauer“ vorläufig festgenommen werden. Ein Messer wurde bei ihm nicht gefunden. Der Mann war leicht alkoholisiert, ein Test ergab 1,23 Promille.

Tatverdächtiger ist wieder auf freiem Fuß

„In einer ersten Befragung gab der Mann an, dass man ihn provoziert habe und er sich verteidigen wollte. Anschließend habe er die Flucht vorgezogen. Ein Messer sei nicht in seinem Besitz“, so Muhtz. Nach der Beendigung der polizeilichen Maßnahmen konnte der Mann die Dienststelle zunächst wieder verlassen.

Immer wieder halten Schlägereien großer Gruppen die Polizei in Atem. Erst Mitte November endete eine Party in Moisling mit Handgreiflichkeiten. 30 Personen waren beteiligt, ein 21-jähriger Mann erlitt Verletzungen im Gesicht. Im September hatten sich zwei Personen auf dem Riverboat geprügelt. Ein 34-Jähriger kam mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus, er soll zuvor von einer unbekannten Person geschlagen worden sein.

Einen Monat zuvor hatten sich mehrere Männer am späten Abend in der Breiten Straße geprügelt. Am Folgetag mussten die Beamten in die Pfaffenstraße ausrücken. Dort waren etwa zehn Beteiligte aufeinander losgegangen.

Völlig neue Lage für Polizei durch Massenschlägereien

Im Juni vergangenen Jahres hatte die Polizei bereits verstärkte Präsenz angekündigt. Zwölf heftige Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen hatte es in Lübeck und Ostholstein in nur sechs Wochen gegeben.

Die Massenschlägereien mit zehn bis 20 Beteiligten, manchmal auch deutlich mehr, stellten die Polizei vor eine völlig neue Lage. Die Polizei sprach schon damals von einem hohen Aggressionspotenzial.

Schon 2017 war der Platz vor dem Haerder-Center Schauplatz einer Schlägerei. 20 Personen waren im Juni in Streit geraten, als die Polizei eintraf, waren sie geflüchtet. Weitere Vorfälle ereigneten sich am Holstentorplatz, in der Sandstraße, in der Königsstraße und am Zob. Bei den Beteiligten, die am Montag in der Sandstraße in Streit gerieten, handelt es sich laut Polizei aber nicht um Flüchtlinge.

Hinweis: In einer früheren Version des Textes hieß es, es sei noch ein Täter auf der Flucht. Das ist nicht der Fall. Wir haben die Angaben korrigiert und bitten den Fehler zu entschuldigen.

Maike Wegner

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