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Lübeck Dieses Geld hat die Bürgerschaft ausgegeben
Lokales Lübeck Dieses Geld hat die Bürgerschaft ausgegeben
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18:29 10.10.2018
Alle Hände hoch: In der Sitzung der Bürgerschaft wurde wenig debattiert, aber viel Geld ausgegeben. Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck

 Die Bürgerschaft gibt Geld aus. In ihrer ersten, richtigen Sitzung nach der Kommunalwahl haben die Politiker extra Ausgaben beschlossen. Dabei geht es um knapp drei Millionen Euro. Debattiert wurde nicht darüber. „Wir haben schon alles in den Ausschüssen debattiert“, meint SPD-Fraktionschef Peter Petereit dazu. Und CDU-Vormann Oliver Prieur sagt: „Gerade die angefangenen Projekte müssen wir weiter machen.“

Theater: Die Stadt zahlt dem Theater mehr Geld. In diesem Jahr gibt es 900 000 Euro extra. Damit gibt die Stadt 2018 insgesamt zehn Millionen Euro an das Theater. Denn die Spielstätte hat im vergangenen Jahr 200 000 Euro Verlust eingefahren – und in diesem Jahr wird mit einem noch höheren Minus von 700 000 Euro gerechnet. Der Grund: Mindestlohn, Tariferhöhungen und Arbeitsschutz. Somit beträgt das Budget des Theaters insgesamt 24,5 Millionen Euro in diesem Jahr. Davon zahlt das Land über den kommunalen Finanzausgleich 10,5 Millionen Euro, die Stadt übernimmt zehn Millionen Euro, das Theater holt vier Millionen Euro rein. Die Linken fordern: „Wir müssen uns endlich klar zu unserem Theater bekennen und die Finanzierung sichern“, fordert die Kreisvorsitzende der Linken, Katjana Zunft, „immer wieder gerät das Theater unter Druck, weil das Geld nicht reicht.“

Kindertagesstätten: Die Stadt gibt mehr Geld für die Betreuung von Kindern aus. Sie legt 380 000 Euro obendrauf. Jedes Jahr. Start ist ab Sommer 2019. Das Extra-Geld fließt in 23 städtische Kitas, damit sie länger öffnen. So wird in sechs Kitagruppen eine Betreuung von zehn Stunden pro Tag angeboten, in 22 Kitagruppen neun Stunden. Dadurch erhöht sich der Anteil der Gruppen in den städtischen Kitas, die längere Betreuungszeiten haben. Aktuell gibt es 130 Kitas (städtische und freie Träger). Die kosten die Stadt unterm Strich 28 Millionen Euro pro Jahr. Von den 130 Kitas gibt es 37 Einrichtungen mit einer Gruppe, die zehn Stunden Betreuung haben.

Josephinenbrücke: Der Neubau kostet jetzt 4,37 Millionen Euro. Ursprünglich sollte das Bauwerk 1,5 Millionen Euro kosten, dann rechnete die Stadt mit 3,1 Millionen Euro. Nun sind es 4,37 Millionen Euro. Ohne Debatte hat die Bürgerschaft die Extra-Kosten genehmigt. Doch die Brücke kostet nicht nur mehr Geld, sondern sie wird auch komplett gesperrt. 2019 ist die Querung dicht. Betroffen davon sind täglich 14 200 Autos, davon 750 Lastwagen sowie 1000 Radfahrer. Die 20 Meter lange Querung verbindet die Einsiedelstraße mit der Posener Straße.

Hansehalle: Für den Umbau der Sportstätte an der Lohmühle legt die Stadt 162 500 obendrauf. Ursprünglich wollte sie nur 300 000 Euro ausgeben. Doch jetzt soll die Hansehalle bundesligatauglichumgebaut werden für die Handballer des VfL Lübeck-Schwartau. Bisher sollte nur die Beleuchtung erneuert werden. Das Projekt Hansehalle kostet insgesamt 2,25 Millionen Euro, nach Schätzung der Stadt. Sie hofft dabei auf Geld vom Land. Das soll mehr als einer Million Euro übernehmen. Außerdem will die Stadt vom Bund 215 000 Euro. Die Possehl-Stiftung gibt 300 000 Euro, der Handballverein VfL Lübeck-Schwartau 273 000 Euro.

Overbeck-Pavillon: Das Häuschen steht im Garten des Museums Behnhaus. Die Sanierung kostet mittlerweile 855 000 Euro – 40 Prozent mehr als geplant. Die Overbeck-Gesellschaft wollte die Sanierung allein bezahlen. Doch zum Schluss ging das Geld aus, da das Bauwerk maroder ist als gedacht. Die Gesellschaft betreibt den Pavillon, er gehört der Stadt. Jetzt zahlt die Stadt die fehlenden 150 000 Euro dazu.

WC an der Falkenwiese: Es gibt 60 000 Euro für ein Behinderten-WC. Das wird in das Umkleidegebäude des Sportzentrums Falkenwiese eingebaut.

Josephine von Zastrow

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