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Lübeck Travemünde: Fischerhalle wird später fertig
Lokales Lübeck Travemünde: Fischerhalle wird später fertig
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14:42 12.10.2018
Im Sommer war die Grundsteinlegung für die Fischerhalle – mit Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos), Investor Ronald Klein-Knott von der Franke-Gruppe und Architekt Klaus Petersen vom Büro Petersen, Pörksen und Partner Quelle: ULF-KERSTEN NEELSEN
Travemünde

Es dauert. Und es dauert. Und es dauert länger. Der Bau der neuen Fischerhalle. Im Sommer war die Grundsteinlegung. Jetzt sollte das Bauwerk schon stehen. Doch passiert ist – nichts. Der Grund: Der Boden ist weicher als gedacht. Die Ingenieure mussten alles umplanen. Wenn es warm bleibt, ist die Halle Ende des Jahres fertig. Wenn es frostig wird, wird die Halle erst im Frühjahr 2019 stehen.

Fischereihafen mit weichem Untergrund

Konkret: Der Untergrund ist im Vorwege zwar untersucht worden. Aber: Beim Baustart wurde festgestellt, dass er ist nicht so tragfähig ist, wie gedacht. Deshalb mussten die Fachleute das Fundament neu planen. Jetzt wird ein sogenanntes Streifenfundament gebaut – anstatt eines punktuellen Fundamentes. Dadurch verteilt sich das Gewicht der geplanten Stahlbauhalle besser auf dem weichen Boden. Durch das neue Fundament musste aber auch die Halle neu geplant werden. Das hat das Ganze verzögert.

Die Leidtragenden sind die Fischer. Sie warten auf die neue Halle, um dort ihre Netze und Geräte lagern zu können. Derzeit können sie ihre Sachen in Containern unterbringen – auf dem Areal der benachbarten Fischverwertung und im Bereich der Baustelle. Die Stadt ist Eigentümerin der neuen Halle mit zwei Geschossen. Sie wird auf 400 Quadratmetern Grundfläche errichtet. Es entsteht eine Nutzfläche von 560 Quadratmetern. Die Stadt vermietet sie anschließend an die Fischer.

Fischerhalle wird nicht teurer

Die neue Fischerhalle kostet 600 000 Euro. Die Stadt muss aber nichts bezahlen. Das Land gibt 370 000 Euro. Den Rest übernimmt die Franke-Gruppe. Nach derzeitigem Stand wird die Halle aber nicht teurer, so die Stadt. Die Grundsteinlegung für die Fischerhalle war als Startschuss gefeiert worden – für den Beginn eines Mammut-Projektes. Das betrifft den Fischereihafen und den Baggersand. Beide Areale werden komplett neu gestaltet. Dort werden insgesamt 460 Wohnungen gebaut; davon auf dem Baggersand 260 Mietwohnungen – und am Fischereihafen 200 Eigentumswohnungen, Restaurants, Cafés.

Startschuss: Im Sommer war die Grundsteinlegung für die Fischerhalle – mit Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos), Investor Ronald Klein-Knott von der Franke-Gruppe und Architekt Klaus Petersen vom Büro Petersen, Pörksen und Partner. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Das Investitionsvolumen insgesamt: 125 Millionen Euro. Davon werden 68 Million auf dem Baggersand von vier Lübecker Wohnungsgesellschaften verbaut. 50 Millionen werden direkt im Fischereihafen von der Hamburger Frank-Gruppe investiert. Außerdem: Für knapp sieben Millionen Euro erneuert die Stadt die Kaikanten vom Fischereihafen bis zum Ostpreußenkai.

Alles neu in 2021

Der Zeitplan: 2019 wird der Fischereihafen umgebaut und soll Ende 2020 fertig sein. 2020 geht es auf dem Baggersand los, dort sollen die Arbeiten 2021 abgeschlossen sein. Aktuell werden die Kaikanten erneuert – bis 2021.

Josephine von Zastrow

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