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Lübeck Travemünde: Kunst aus dem Automaten
Lokales Lübeck Travemünde: Kunst aus dem Automaten
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17:32 04.04.2019
Kunstvereinsvorsitzende Marion Lemke-Stark (r.) und Künstlerin Ninette Mathiessen ziehen die erste Packung aus dem Kunstautomaten. Quelle: Thomas Krohn
Travemünde

Passendes Geld einwerfen, Marke wählen, kräftig an der Schublade ziehen und Packung entnehmen: So funktionierten vor vielen Jahren Zigarettenautomaten. Die mechanischen Kästen wurden längst gegen elektronisch betriebene Geräte ausgetauscht. Doch wohin mit den alten Blechdingern? Der Verein für Kunst und Kultur zu Travemünde hat ein ausgedientes Exemplar neben der Kunstgalerie „dieKUNSTWERKerin“ an der Bertlingstraße aufgestellt. Raucher, die gleichzeitig Kunst-Ignoranten sind, dürften sich über den Inhalt des Automaten allerdings weniger freuen, denn die Schächte bergen keine Zigaretten, sondern kleine Kunstwerke.

Kunstautomaten werden die alten Kästen genannt, eine Idee der Firma „Kunsttick“ aus Potsdam. In Lübeck steht schon einer, auch in anderen deutschen Städten und sogar in Spanien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden. „Burkhard Uliczka, der ab Mai bei der Windart in Travemünde ausstellt, hatte den Kontakt zu Kunsttick geknüpft. Die lieferten kostenlos und werden den Automaten auch bestücken“, freut sich Vereinsvorsitzende Marion Lemke-Stark. Galeristin und Künstlerin Ninette Mathiessen nahm den alten Automaten in ihr Atelier und verzierte ihn auf der Rückseite mit bunten Blumen und vorn mit einem Bild der Glasskulptur „Die große Windpyramide“, die im Original im Brügmanngarten steht.

Wer vier Euro – natürlich passend – in den Münzschlitz wirft, soll eine Überraschung erleben, versprich Lemke-Stark. In den sechs Schächten befinden sich jeweils zehn Packungen mit kleinen Kreationen. Dabei kann der Kunde zwischen regionalen und internationalen Künstlern wählen. Bei zwei Probekäufen kamen eine kleine Collage und ein Foto zum Vorschein. In jeder Packung befinden sich außerdem eine Biografie des Künstlers, eine Beschreibung des Werks sowie Informationen über das Projekt Kunstautomat. Die Einnahmen werden aufgeteilt: ein Euro für den Künstler, zwei Euro für die Firma Kunsttick, und den letzten Euro erhält das Finanzamt als Steuerabgabe.

Thomas Krohn

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