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Lübeck Wasserkunst: Wohnquartier wird später fertig
Lokales Lübeck Wasserkunst: Wohnquartier wird später fertig
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18:24 25.10.2018
Die Baustelle Wasserkunst: In den letzten Wochen sind die Arbeiten ins Stocken geraten. Im Bild links ist der denkmalgeschützte Wasserturm von 1867 zu sehen. Quelle: Wolfgang Maxwitat
St. Gertrud

Es stockt. Das neue Wohnviertel An der Wasserkunst wird erst später fertig, voraussichtlich drei bis sechs Monate. Damit können die ersten Eigentümer frühestens im März in ihre Wohnungen ziehen, wahrscheinlich sogar erst im Sommer. Der Grund: Der Generalunternehmer hat sich mit dem großen Projekt übernommen. Dadurch lag die Baustelle fast vollständig lahm. Jetzt übernimmt der Hamburger Investor dessen Aufgabe.

Investition von 80 bis 90 Millionen Euro

Auf der Baustelle an der Wasserkunst geht es seit Wochen nicht voran. Nach und nach ist die Baustelle an der Ratzeburger Allee zum Stillstand gekommen. „Der Generalunternehmer hatte zu viele Baustellen gleichzeitig“, erklärt Dirk Heidkämper auf LN-Anfrage, Geschäftsführer der B&L-Gruppe. Das Hamburger Unternehmen investiert an der Wasserkunst 80 bis 90 Millionen Euro. Der Generalunternehmer aus Berlin sollte die Aufträge für dieses riesige Bauprojekt vergeben. Doch das Tempo verlangsamte sich in den letzten Monaten. Dann passierte fast gar nichts mehr.

Ein halbes Jahr Verzögerung

Jetzt verzögert sich dadurch das gesamte Bauprojekt. „Das ist uns unangenehm“, gibt Heidkämper zu. Denn Ende des Jahres sollten die ersten Eigentümer in ihre neuen Wohnungen ziehen. Daraus wird nichts. Frühestens ab März, voraussichtlich erst im Sommer 2019 werden die ersten Wohnungen fertig. Die Wohnungseigentümer seien informiert worden, so Heidkämper.

Gebaut wird an der Ratzeburger Allee seit November 2016.

Bauarbeiten gehen jetzt weiter

Jetzt geht es nächste Woche weiter. Denn es gibt eine Lösung: B&L übernimmt die Aufgaben des Generalunternehmers. Der errichtet aber weiterhin die Rohbauten. Bis die Verträge zwischen den beiden Parteien neu ausgehandelt und unterschrieben wurden, hat es aber lang gedauert. Das hat zusätzlich Zeit gekostet.

An der Wasserkunst wird zum Wohnviertel

Auf dem knapp vier Hektar großen Areal zwischen Ratzeburger Allee und Wakenitz entsteht ein großes Wohnquartier. Gut 500 Menschen werden dort wohnen. Wer dort Eigentum erwirbt, muss allerdings zwischen 300 000 und 800 000 Euro und mehr hinlegen – je nach Größe und Lage. Eigentumswohnungen variieren zwischen 70 und 180 Quadratmeter. Gebaut werden 221 Häuser und Wohnungen mit drei bis vier Geschossen. Die Bruttogeschossfläche misst 30 000 Quadratmeter. Baustart war im November 2016. Bis alles fertig ist, wird es bis 2020 dauern.

Historie

Der Name „Wasserkunst“ für das Quartier lehnt sich an die frühere Nutzung des Areals an – der Wassergewinnung. Heute zeugt davon der markante Wasserturm. Dort wurde Trinkwasser für 40 000 Lübecker gespeichert. Der Turm von 1867 ist denkmalgeschützt und steht jetzt inmitten der Neubauten.

Den Lübecker Stadtwerken gehörte das 6,22 Hektar große Areal einst vollständig. 2011 haben sie davon 3,578 Hektar verkauft – an die Hamburger Projektgesellschaft Primetas. Das war ein Zusammenschluss der beiden Firmen Imetas und Primus.Doch dem ging finanziell die Puste aus.

Ende 2013 stieg die B&L-Gruppe aus Hamburg ein und hat Anteile an der Gesellschaft erworben. Damit sind die Investoren an der Wasserkunst jetzt die B&L-Gruppe und Primus Developments. Sie haben eine Projektgesellschaft gegründet. B&L hält 75 Prozent, Primus 25 Prozent.

Zwei Architekten-Büros sind für die Gestaltung verantwortlich. Kleffel Paypay Warncke und Partner aus Hamburg sowie kfs Architekten aus Lübeck.

Wasserkunst teilt sich in vier Quartiere

Das Wohnviertel ist in vier Quartiere eingeteilt. Je weiter es in Richtung Wakenitz geht, desto nobler wird es. So stehen an der Ratzeburger Allee bereits zwei Gebäuderiegel mit 74 Mietwohnungen. Die Größen liegen zwischen 130 und 150 Quadratmeter. Viertel Nummer zwei entsteht direkt dahinter mit 25 Stadthäusern. Sie sind alle verkauft – vor allem an Familien. Denn in der Mitte ist ein Spielplatz errichtet – umrahmt von den Stadthäusern. Viertel Nummer drei liegt schon etwas weiter in Richtung Wasser, eine Top-Lage. Dort werden zwölf Stadtvillen errichtet – mit gut 100 Eigentumswohnungen. Noch etwas luxuriöser wird es in Viertel Nummer vier. Dort werden mehrere Villen gebaut – ebenfalls mit Eigentumswohnungen. Sie sollen als letzte Häuser an der Wasserkunst errichtet werden.

Josephine von Zastrow

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