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Lokales Lübeck Lübeck bleibt rot: Jan Lindenau (SPD) wird Bürgermeister
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12:56 20.11.2017
Jan Lindenau (SPD) - er wird der neue Bürgermeister. Quelle: 54°
Lübeck

Es gibt großen Applaus für Jan Lindenau (SPD), als er in die Große Börse im Rathaus kommt. Er hat die Wahl gewonnen. Das vorläufige amtliche Endergebnis: Jan Lindenau bekommt 50,9 Prozent (28 656 Stimmen), Kathrin Weiher (parteilos) 49,1 Prozent (27 692 Stimmen). 

Hier sehen Sie unsere besten Bilder vom Wahlabend in Lübeck. Die Galerie wird den ganzen Abend über aktualisert - reinschauen lohnt sich! Lübeck hatte am Sonntag die Wahl zwischen Jan Lindenau (SPD) und Kathrin Weiher (CDU, FDP, BfL, Grünen und Linken unterstützt, Lindenau tritt für die SPD an).  

"Mich erfüllt große Freude", sagt Wahlsieger Lindenau. Zwei große Aufgaben stehen für ihn als erstes an - der Bürgerservice und die Fertigstellung der Possehlbrücke. Später spricht  Lindenau in der Remise zu seinen Parteifreunden. Er verspricht "Die Zeit der Eitelkeiten im Rathaus ist vorbei. Wir werden ein Auge dafür haben, was die Menschen bewegt".

Verliererin Kathrin Weiher (parteilos) sagt: "Natürlich bin ich enttäuscht." Die SPD habe es besser verstanden, die Leute zu mobilisieren. Aber: "Wir beide haben ein respektables Ergebnis geholt. Ich gratuliere Jan Lindenau." Der Wahlkampf habe Spaß gemacht und sei inhaltlich bereichernd gewesen. 

Alle Nachrichten, Grafiken, Videos zur Wahl finden Sie hier 

Weiher bleibt aber trotz der Niederlage natürlich Lübecker Kultursenatorin. Und Lindenau und Weiher erklären beide, dass sie fair miteinander im Senat zusammenarbeiten werden.

Weiher hatte vor zwei Wochen noch die Nase vorn. Sie holte beim ersten Wahlgang 35,2 Prozent, Lindenau 29,5 Prozent der Stimmen. Senatorin  Weiher (55, parteilos) wird unterstützt von CDU, Grünen, Linken, BfL und FDP. Sie bringt viel Erfahrung mit, ist stellvertretende Bürgermeisterin und arbeitete in der Kreisverwaltung Goslars, bevor sie nach Lübeck kam.

Sie wurde im November 2014 zur Senatorin für Schule, Sport und Kultur gewählt. Sie wurde von denselben Parteien unterstützt, die sie jetzt ins Bürgermeisteramt heben wollten. Lindenau (38, SPD) ist Bankkaufmann und seit fast fünf Jahren SPD-Fraktionschef und engagiert sich seit 20 Jahren in der Kommunalpolitik. Lindenau wurde von seiner Partei als Hoffnungsträger nominiert – und setzte sich parteiintern gegen Konstanze Wagner durch. 

Die Wahlbeteiligung ist erschreckend niedrig

176 506 Lübecker waren wahlberechtigt, nur 57 614 Bürger gaben ihre Stimme ab. Das bedeutet eine Wahlbeteiligung von 32,6 Prozent beim vierten Urnengang in diesem Jahr. Das sind 6,6 Prozent weniger als vor zwei Wochen zur selben Uhrzeit im ersten Wahlgang. Da waren 39,2 Prozent der Lübecker zur Wahl gegangen. 2011 lag die Wahlbeteiligung bei 38,9 Prozent. die Stichwahl lockte noch 31,9 Prozent der Lübecker an die Wahlurne. 2005 war die Wahlbeteiligung höher und lag bei 42,3 Prozent, die Stichwahl lockte 62,2 Prozent an die Urne (da wurde zeitgleich der Bundestag gewählt). 1999 lag sie bei 43 Prozent, bei der Stichwahl dann bei 45,5 Prozent,

 jvz/swe

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