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Lokales Lübeck Lübeck bleibt von neuen Stromtrassen verschont
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00:00 13.10.2012
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Lübeck

Mit Millioneninvestitionen will die Stadtwerke Lübeck Netz GmbH die Weichen für einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energie in der Hansestadt stellen. Windstrom aus dem Umland soll künftig verstärkt ins Lübecker Netz eingespeist werden. Das bestehende „Stadtnetzgebiet“ sei für die erneuerbare Energie gewappnet, sagte gestern Marcus Böske, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck Netz GmbH. „Wir benötigen keine neuen Stromtrassen in Lübeck.“Obwohl die sogenannten Netzentgelte beim Erdgas im kommenden Jahr um 31 Prozent steigen (plus 0,33 Cent pro Kilowattstunde), wird der Gaspreis von den Stadtwerken in diesem Winter nicht angehoben und „bleibt bis zum Frühjahr stabil“, betonte Stadtwerke-Sprecher Lars Hertrampf. Würden die Gas-Netzentgelte an den Kunden weitergereicht, kämen auf die Haushalte zusätzlich Kosten von durchschnittlich 76 Euro pro Jahr zu. Ohne leistungsfähige Stromnetze sei die Energiewende nicht möglich, sagte Böske. „Mit unseren Netzen schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Energiewende gelingen kann und die Bürger, Unternehmen und benachbarte Gemeinden im Wirtschaftsraum Lübeck davon profitieren können.“ In diesem Jahr investierte die Lübecker Netzgesellschaft 17,6 Millionen Euro, 2013 sind Investitionen mit einem Gesamtvolumen von 23,6 Millionen Euro geplant. Die Investitionen der Stadtwerke Netz GmbH im kommenden Jahr verteilen sich auf die Bereiche Strom (10,4 Millionen Euro), Erdgas (sechs Millionen Euro), Wasser (4,5 Millionen Euro) und Fernwärme (2,7 Millionen Euro). Schon heute seien die Stadtwerke in der Lage, rund ein Viertel des Lübecker Energiebedarfs von in Spitzenzeiten 160 Megawatt mit regenerativer Energie zu decken. Die Zahl der Photovoltaikanlagen sei seit 2009 von 227 auf 458 und die Anlagen für die Kraft-Wärme-Kopplung von 77 auf 94 gestiegen. Durch neue große Windräder sank die Zahl der Windkraftwerke bei steigender Energieleistung von 19 auf 17. „Wir machen die Hansestadt fit für die Energiewende“, betonte Böske. Der Anteil an regenerativen Energien steige in Lübeck kontinuierlich ebenso wie der Trend zur dezentralen Energieerzeugung.Zu den großen Projekten der Lübecker Netzgesellschaft im kommenden Jahr gehört der Anschluss in Stockelsdorf geplanter Windkraftanlagen ans Energienetz der Hansestadt. Außerdem soll das Fernwärmenetz in Lübeck weiter verdichtet und ausgebaut werden. Die Niendorfer Straße in Moisling wird bereits im zweiten Quartal ans Fernwärmenetz angeschlossen sein. Bereits fertiggestellt ist die neue, fünf Kilometer lange Fernwärmetrasse vom Kücknitzer Blockheizkraftwerk Mühlbachtal Richtung Roter Hahn.Stromabbrüche oder Pannen bei der Gas-Versorgung sind nach Aussage der Lübecker Netzgesellschaft in der Hansestadt deutlich seltener als im Bundesvergleich. Durchschnittlich gibt es beim Lübecker Stromkunden pro Jahr einen Stromabbruch von 9,3 Minuten, bundesweit sind es 11,7 Minuten. Ähnlich gut ist die Bilanz beim Erdgas. Die „Nichtverfügbarkeit“ (also die Zeit, in der kein Erdgas in die Rohre der Lübecker Haushalte fließt) beträgt in Lübeck pro Jahr und Kunden 0,94 Minuten, im Bundesdurchschnitt 1,99 Minuten. Mit einer Schadensrate von weniger als 0,1 Schäden pro Kilometer und Jahr sei auch die Qualität des Wassernetzes in Lübeck deutlich besser als die höchste Qualitätsstufe in der Norm des Branchenverbandes DVGW. „Die Zahlen bestätigen unsere Investitionsstrategie und die Effizienz eines kommunalen Netzbetriebs“, sagte Marcus Böske. Das Lübecker Erdgasnetz ist 1040 Kilometer lang, das Stromnetz misst 2248 Kilometer.

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