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Lokales Lübeck Lübeck fährt auf E-Busse ab
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13:37 17.01.2017
Quelle: Archiv/Maxwitat

Sozusagen großer Bus-Bahnhof für Lübeck gestern im Bundesverkehrsministerium. Für die Anschaffung von zwei Elektrobussen gab es aus der Bundeskasse zwei Förderschecks in Höhe von jeweils 138500 Euro. Damit erhalten der Stadtverkehr sowie die Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft einen satten Zuschuss für den Kauf der umweltfreundlichen Fahrzeuge, die jeweils knapp 500000 Euro kosten, sowie für die Einrichtung der Lade-Infrastruktur, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Norbert Barthle (CDU).

Bund vergibt Förderbescheid über knapp 280 000 Euro zur Anschaffung von zwei Elektrobussen.

Stadtverkehr-Geschäftsführer Willi Nibbe und der Projektverantwortliche Jens Lottmann freuten sich genauso über den Geldregen aus Berlin wie die Lübecker Wahlkreis-Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD). „Elektroantrieb ist die Zukunft. Er ist leise, verursacht keine Emissionen – und wir sparen Erdöl ein“, erklärte Nibbe die Vorzüge der Hightech-Fahrzeuge. Mit sieben Elektro-Autos und drei Hybridfahrzeugen hat man bereits Erfahrungen mit der modernen Antriebstechnologie. Der Stadtverkehr hat im vergangenen Jahr außerdem bereits Prototypen von E-Bussen verschiedener Firmen getestet. in den nächsten Jahren will der Busbetrieb nur noch E-Busse anschaffen, langfristig soll die ganze Flotte von fast 200 Fahrzeugen durch die umweltschonenden Fahrzeuge ersetzt werden.

Nibbe schwärmte von weiteren Annehmlichkeiten, die E-Busse ihren Fahrgästen böten. So sei das Anfahren völlig ruckfrei. Man gleite sozusagen über die Straße. Zudem werde beim Abbremsen Energie zurückgewonnen.

Die Abgeordnete Gabriele Hiller-Ohm fände es toll, wenn zum Betrieb der E-Busse Windkraft aus dem Norden eingesetzt würde. Dazu brauche es ein Landeskonzept. „Wir müssen mehr Windstrom für E-Mobile im Land einsetzen“, verlangte sie. Dass immer wieder Windkraftanlagen abgeschaltet werden müssten, weil der Strom nicht gebraucht werde oder wegen fehlender Leitungskapazitäten nicht abfließen könne, sei ein großes Ärgernis.

Die Fahrer für die neuen E-Fahrzeuge seien bereits geschult, erklärte Lottmann. Mit dem Fördergeld aus Berlin werden bald Ladeeinrichtungen auf dem Bushof eingerichtet. In den Batterien der Busse lasse sich so viel Energie speichern, um die jeweilige Tagestour zu bestreiten. Dann müssten die Fahrzeuge für fünf bis acht Stunden zum Aufladen ans Stromnetz angeschlossen werden.

„Wir werden noch in dieser Woche Angebote einholen und dann die Fahrzeuge kurzfristig bestellen“, erklärt Unternehmenssprecherin Gerlinde Zielke. Die Busse müssten dann noch gebaut werden. „Die Förderbescheide sind der Startschuss für die E-Mobilität.“

 Reinhard Zweigler und Kai Dordowsky

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