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Lokales Lübeck Lübeck hat wieder einen Schlepper
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16:56 06.11.2013
Lübeck

Der Schlepper namens "Simson" gehört der holländischen Firma Svitzer, die sich als weltweit größten Anbieter von Schleppdiensten in Häfen bezeichnet. "Simson" liegt seit einem Monat am Skandinavienkai und hat bereits 20 Einsätze gefahren. "150 Einsätze pro Jahr brauchen wir, damit sich die Stationierung rechnet", erklärte Peter Rondhuis, Geschäftsführer von Svitzer. "Ein fest stationierter Schlepper ist von enormer Bedeutung für das Sicherheitskonzept eines Hafens", sagte Ulfbenno Krüger, Geschäftsführer der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG).

Anfang 2012 zog die Lübecker Schlepp-Reederei Johannsen & Sohn ihr Gefährt ab, weil es zu wenige Einsätze gab und sich das Unternehmen nicht mehr rentierte. Eineinhalb Jahre lang bastelte die Lübecker Hafenwirtschaft an einem Schlepper-Konzept. Nach mühevollen Runden saßen schließlich alle in einem Boot. 400 000 Euro bringt die Hafenwirtschaft als Basisbeitrag auf, damit "Simson" überhaupt in Lübeck liegt. Für jeden Einsatz zahlen Reeder extra. Außerdem müssen sie für alle Schiffe, die größer als 1000 Bruttoregistertonnen sind, einen sogenannten Schlepper-Cent entrichten. "Simson" ist rund um die Uhr einsetzbar, die dreiköpfige Crew wird alle 14 Tage ausgetauscht. Ein Schlepper kommt in Gefahrensituationen und bei schlechtem Wetter zum Einsatz. Zudem gibt es Schiffe, die nur mit Unterstützung den Lübecker Hafen anlaufen dürfen. dor

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