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21:02 19.04.2017

„Für Bürger und Touristen gleichermaßen“, sagt Adler von der Gemeinschaft der Lübecker Künstler. Schon lange habe sie den Wunsch gehabt, so ein Postkartenbuch zu realisieren, die „Plötzlich 30“-Kampagne der Stadt und der Lübeck Travemünde Marketing GmbH (LTM) bot die richtige Gelegenheit. Doch als die Produktion der Postkarten abgesprochen war, fiel den beiden Künstlerinnen die Auswahl der 30 Motive schwerer als gedacht. „Anse Roth und ich sind losgelaufen und haben erst einmal Fotos gemacht“, erzählt Adler. Und plötzlich gab es viel zu viele schöne Motive, von denen sich aber nicht jedes zum Ausmalen geeignet hätte. Hinzu kam – zumindest bei Susanne Adler – ein gewisser Überdruss gegenüber sehr bekannten Bauwerken. „Vom Holstentor wollte ich als Lübeckerin anfangs gar nichts wissen, aber wenn man die Perspektive der Touristen einnimmt, dann gehört das natürlich dazu“, sagt die Künstlerin mit einem Lachen. Alle, die ähnlich wie Adler vom Holstentor vielleicht schon genug gesehen haben, finden in der Sammlung Alternativen. Und einige davon erfordern – je nach Anspruch an die eigene Genauigkeit – durchaus eine ruhige Hand. Dazu gehört das Lübecker Stadtsiegel aus dem 13. Jahrhundert oder das Wappenfenster im Heiligen-Geist-Hospital.

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Zwei Künstlerinnen haben zum Welterbe-Jubiläum 30 Postkarten zum Ausmalen gestaltet.

Hier kann man sie kaufen

Die „Color-it-yourself“-Postkarten gibt es bei der Tourist-Information der LTM am Holstentorplatz, in der Buchhandlung Makulatur in der Hüxstraße sowie im Kunstkontor Die Rahmer in der Breiten Straße. Ein Postkartenblock mit allen 30 Karten kostet 8,50 Euro.

Unter www.plötzlich30.de gibt es Informationen zu vielen weiteren Aktionen und Veranstaltungen zum Welterbe-Jubiläum.

„Ich denke, für Lübecker sind diese Postkarten eine Möglichkeit, wieder einmal wahrzunehmen, in was für einem Schatz sie zu Hause sind“, sagt Adler. „In der Vorbereitung zu diesem Kalender habe ich selbst zum ersten Mal einen Stadtführer gelesen, und es ist interessant, Lübeck aus so einer Perspektive zu erleben.“

Als letztlich entschieden war, welche 30 Motive es werden sollten, machte sich Susanne Adler mit einem speziellen Grafikprogramm ans Zeichnen. Rund zwei Monate hat die Herstellung des Postkartenbuches insgesamt gedauert. Seit etwa zwei Wochen gibt es die Sammlung zu kaufen. Zielgruppe sind in erster Linie Kinder. Neben dem Holstentor können sie Hansestadt-Klassiker wie die Schiffergesellschaft, das Deckengewölbe der Marienkirche oder die gesamte Altstadt aus der Vogelperspektive kolorieren. „Doch Ausmalen ist auch für Erwachsene ein Trend geworden“, berichtet Wibke Borns von der LTM. „Man kann abschalten und trotzdem tätig sein.“

Wem das Ausmalen allein nicht reicht, der kann natürlich auch selbst Details hinzufügen. „Es gibt ein Motiv mit Pflastersteinen in der großen Petersgrube“, erzählt Adler. Da habe ich einen Zigarettenstummel auf dem Boden nicht mit in die Postkarte überführt. Wem diese Sauberkeit nicht authentisch genug ist – der Fantasie sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt.

 Luisa Jacobsen

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