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13:26 04.01.2013
Eine Million Euro kostet die Dachreparatur des Zeughauses. Es ist seit einem Jahr eingerüstet. Quelle: Maxwitat
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Spatenstiche? Große Zukunftsprojekte? Nicht in diesem Jahr. „2013 ist das Jahr der Planung“, sagt Stadtplaner Karsten Schröder. So wird die Bebauung der Nördlichen Wallhalbinsel vorbereitet, das Projekt Waterfront auf dem Priwall und die Umgestaltung des Baggersand samt Fischereihafen. Doch Baumaschinen werden dort in diesem Jahr nicht rollen. Dafür wird an anderer Stelle gewerkelt und Geld ausgegeben. Mehr als 40 Millionen Euro wird die Stadt 2013 verbauen – und damit Schulen, Brücken und Straßen sanieren.

Das klingt nach recht viel Geld – genug ist es dennoch nicht. „Es fehlen 5,5 Millionen Euro in meinem Bereich“, sagt Dennis Bunk, Chef des Gebäudemanagements. Und weil das Geld fehlt, werden unter anderem die Dächer des Johanneums, der Marienschule und des VHS-Gebäudes an der Falkenstraße nicht angefasst. Auch Fenster, Fassade und Dach der Pestalozzi-Schule müssen warten. Dafür gibt es aber gute Neuigkeiten für drei andere Gebäude, die 2012 für Schlagzeilen sorgten. So wird die Hermann-August-Francke-Schule in der Schildstraße für 1,8 Millionen Euro saniert. Die frühere Hauptschule in der Schildstraße kann seit einem Jahr nicht mehr benutzt werden – weil die Decken durchhängen. Zwei Jahre lang wurden dort Gewerbeschüler für Nahrung und Gastronomie unterrichtet. Spätestens im Sommer soll der Schaden beseitigt sein, so Bunk.

Auch bei der Albert-Schweitzer-Schule macht das Gebäudemanagement Tempo. Dort werden 950 000 Euro in die Dachsanierung gesteckt. Im September mussten zwei Klassenräume wegen Einsturzgefahr gesperrt werden. Auch dieses Problem soll im ersten Halbjahr behoben sein. Zudem geht Bunk das Zeughaus an. Das Gebäude am Dom ist seit einem Jahr eingerüstet, damit keine Dachpfannen auf die Straße fallen. Für das Gerüst hat die Stadt mittlerweile 90   000 Euro hingelegt – aber sie hatte kein Geld, um das Dach in Ordnung zu bringen. Dort ist ein Teil der Bauverwaltung und das Archiv untergebracht. Jetzt hat Bunk eine Millionen Euro dafür. Der Geldsegen kommt – wie auch die Gelder für die beiden Schuldächer – aus Zinsrückstellungen des letzten Jahres. Die Stadt hatte 4,5 Millionen Euro dafür zurückgelegt – und brauchte nicht so viel. „Ich war überrascht, dass wir Sondermittel bekommen“, sagt Bunk. Davon profitieren auch das Theater, das St.-Annen-Museum und das Verwaltungszentrum Mühlentor. In diesen Gebäuden wird der Brandschutz auf Vordermann gebracht.

In die Berufsschulen wird ebenfalls Geld gesteckt. In der Dankwartsgrube werden mehr als vier Millionen Euro verbaut, damit die Schüler der Hanseschule in den dortigen Gebäuden komplett unterkommen können. Damit kann dann auch ihr altes Gebäude am Fuße von St. Marien abgerissen werden, so dass die Archäologen dort weiter graben können. Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) will anschließend aus dem Gründerviertel ein Wohnquartier machen – und hofft, dass Ende 2013 die ersten Grundstücke verkauft werden.

Zudem kümmert sich die Bauverwaltung um Lübecks Straßen. In die Untertrave und die Kanalstraße werden 2,3 Millionen Euro gesteckt, damit der Vorplatz zum neuen Hansemuseum pünktlich zur Eröffnung des Hauses fertig wird. Außerdem wird der Knotenpunkt zur Hubbrücke runderneuert. Neben der Possehl-Brücke (die LN berichteten) werden zwei kleinere Brücken saniert. Die Kanalquerung in Oberbüssau und die Treidelwegbrücke. Die belebte Fußgängerbrücke über die Trave wird von April bis September komplett gesperrt.

Josephine von Zastrow

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